Viele technische Fehler hemmen das Spiel

Groß war die Erleichterung in den Reihen der Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/ Wald-Michelbach nach dem knappen 20:17-Sieg bei der HSG Dornheim/Groß-Gerau. Der Tabellenführer aus dem Odenwald war als klarer Favorit nach Groß-Gerau gereist, doch konnte man dieser Favoritenstellung über die gesamten 60 Minuten nur selten gerecht werden. Schuld daran war zu einem die schwache Angriffsleistung, zu anderen die große kämpferische Leistung der Gastgeber mit einer starken Meike Dörr im Rücken.

Dabei fing die Partie aus Sicht der HSG recht gut an. Zweimal Alina Sauer sowie ein Tempogegenstoß von Selin Büyükodabasi sorgten für eine schnelle 3:0-Führung. Die Gastgeberinnen benötigen zehn Minuten, ehe sie durch einen verwandelten Siebenmeter von Nane Stumpf zu ihren ersten Treffer kamen. Doch die Mannschaft von Trainerin Kata Feldmann brachte es an diesem Tag einfach nicht fertig, diese Führung auszubauen beziehunsgweise sich entscheidend abzusetzen. Vor allem im Angriff hakte es an diesem späten Nachmittag an allen Kanten und Ecken. Neben dem Luxus des Auslassens einiger klarer Torchancen, produzierten die Gäste auch noch jede Menge technische Fehler. Die Gastgeberinnen nahmen die Einladungen der HSG dankend an, drehten das Spiel und gingen mit 8:7 in Führung, ehe Elli Kaufmann der 8:8-Ausgleich gelang.

Auch im zweiten Durchgang hatte der Tabellenführer zunächst die Nase vorne. Beim 16:12 nach 45 Minuten schien die Partie gelaufen. Vor allem Alina Sauer, Johanna Eder und Laura Dietrich spielten zu diesem Zeitpunkt ihre Stärken aus. Doch angetrieben durch die starke Ricarda Becker auf Rückraummitte, kam die Mannschaft von Yvonne Thon nochmals heran.

Die Schlüsselszene spielte sich dann in 56. Minute ab. Beim Stand von 18:16 und Unterzahl für die HSG konnte Anne Mottl einen Siebenmeter abwehren und Laura Dietrich auf der Gegenseite das vorentscheidende 19:16 erzielen, ehe die gleiche Spielerin mit ihrem sechsten Treffen zum 20:17 alles klar machte.

HSG Trainerin Kata Feldmann: „Wir waren nicht bei der Sache – 21 technische Fehler sind die Bestätigung für ein unkonzentriertes Auftreten. An der Abwehr gibt es nicht groß zu meckern, trotz einiger Nachlässigkeiten haben wir am Ende unseren Schnitt von 17 Toren halten können. Im Angriff haben wir diesmal zu ängstlich und unclever gespielt und vor allem das Tempospiel war kaum erkennbar. Das können wir besser.“ HSG: Sauer 6/3, Kunkel 2, Büyükodabasi 1, Sauer, Röth, L. Mottl, Schmitt, Lammer, Dietrich 6, Kaufmann 2, Eder 2, Nikisch, A. Mottl. th