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TuS Zwingenberg — HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach 29:27 (16:15)
Autor: Daniel Brendle

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Alina Sauer

Der TuS Zwingenberg ist in der Bezirksoberliga der Damen immer für eine Überraschung gut, in beide Richtungen: Nach der unnötigen Pleite in Fürth am letzten Spieltag sorgten die Bergsträßerinnen mit einem umkämpften 29:27 (16:15)-Heimsieg über die bis dato verlustpunktfreie HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach diesmal für eine positive — aus Sicht des TuS. Damit ist die TGB Darmstadt alleiniger Tabellenführer — beim deutlichen 33:20 über die HSG Langen ließ das Team von Ute May nichts anbrennen und holte den siebten Sieg in Serie.
In der Alsbacher Melibokushalle entwickelte sich am Samstagabend ein Duell auf Augenhöhe und eine bis zum Schluss spannende Partie auf gutem BOL-Niveau. Zwingenberg legte von Beginn an vor, bis zum 6:5 immer einen Treffer, den die HSG prompt ausglich, beim 8:6 zum ersten Mal zwei Treffer. Der TuS hatte sich gegen die offensive Abwehr der Gäste die richtige Taktik zurecht gelegt und kam über alle Positionen zum Torerfolg, Siedelsbrunn/Wald-Michelbach kam über den Rückraum inklusive Zusammenspiel mit Kreisläuferin Elena Kaufmann zum Erfolg.

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Ewelina Bobusia

Ein Knackpunkt passierte noch in der ersten Halbzeit: HSG-Spielmacherin Alina Sauer stieß in der 15. Minute, beim Stand von 9:8, mit TuS-Kreisläuferin Janine Hofmann Kopf an Kopf zusammen und fiel mit einem Nasenbeinbruch aus. Gute Besserung an dieser Stelle!
Das Gäste-Team von Trainerin Katarzyna Feldmann brauchte kurz, um sich von diesem Schock zu erholen und lag mit 11:14 im Hintertreffen. Dann sprang Steffi Schmitt ein und ließ ihre Torgefährlichkeit aufblitzen: Am Ende waren es zehn Treffer von der auftrumpfenden Halblinken. So ging es von Zwingenberger Seite aus „nur“ mit einem 16:15 in die Kabinen, obwohl die kurz zuvor eingewechselte Janine Rohde noch zwei Strafwürfe parierte.
Im zweiten Abschnitt blieb es bis zum 20:19 eng, dann zog Zwingenberg über 22:19 auf 27:23 davon und sah fünf Minuten vor dem Abpfiff schon wie der sichere Sieger aus. Grund dafür, dass der die Mannschaft von Daniel Brendle und Giuseppe D’Amico auf die Siegerstraßen einbog, war die sich stabilisierende Abwehr, in der Janine Hofmann auf der vorgezogenen Positonen und Ewelina Bobusia als Abwehrchefin Schwerstarbeit leisteten und Tina Schneider sich in die Aktionen von Steffi Schmitt biss und deren Kreise einengte. In der Offensive war man weiterhin ausgeglichen besetzt, Linksaußen Franziska Zubrod überzeugte mit einer 100%igen Quote.
Doch Siedelsbrunn/Wald-Michelbach ließ nicht locker, nutzte nach dem Treffer zum 24:27 zwei ausgelassene Chancen von Zwingenberg zu zwei schnellen Kontertoren: 26:27 und die Feldmann-Sieben schnupperten knapp eine Minute vor Schluss wieder an einem Punktgewinn. Zwingenberg holte einen Strafwurf heraus, den Sonja Rücker sicher verwandelte, und eroberte sich ein weiteres Mal den Ball: Rücker spielte Bobusia an und die Spielmacherin belohnte sich für eine starke Leistung mit dem 29:26.
Der TuS eroberte sich mit diesem Coup den dritten Platz und ist wieder in Schlagdistanz. Die HSG will mit einem Heimsieg über Crumstadt/Goddelau am kommenden Wochenende zurück in die Erfolgsspur und im Aufstiegskampf keine unnötigen Punkte liegen lassen.

TuS-Tore: Mirela Kaczynska (9/6), Franziska Zubrod, Ewelina Bobusia (je 5), Janine Hofmann, Sonja Kübelbeck (je 3), Sonja Rücker (3/1), Sibylle Droll (1).
HSG-Tore: Steffi Schmitt (10/3), Elena Kaufmann, Anne-Christin Kunkel, Selin Büyükodabasi (je 3), Johanna Eder, Alina Sauer, Svenja Vogel (je 2), Lena Mottl, Carolin Sauer (je 1).
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