Presse

Odenwälder Zeitung

Abwehrriegel der Gäste nicht zu knacken

Wald-Michelbach. Eine herbe 14:25-Niederlage mussten die Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach am Sonntagabend hinnehmen. Im Spitzenspiel der Bezirksoberliga hatte die Überwälderinnen vor allem im zweiten Durchgang klar das Nachsehen gegen die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden. Während die Gäste durch den Sieg ihre Ambitionen auf die vorderen Plätze eindrucksvoll unterstrichen, muss die HSG zunächst einmal kleinere Brötchen backen.

Ausgerechnet in dieser wichtigen Begegnung erreichte keine Spielerin von Siedelsbrunn/Wald-Michelbach Normalform. Ganz anders die Gäste. Die Dreierspielgemeinschaft wirkte stets wacher, schneller auf den Beinen und spielfreudiger. Angeführt von der jungen und wieselflinken Sonja Zorenc spielten sie die Gastgeberinnen besonders im zweiten Durchgang zwischendurch fast schwindlig.

Die heimische HSG stemmte sich zwar gegen die drohende Niederlage bis weit in die zweite Halbzeit hinein, doch fand man an diesem Tag einfach keine Mittel, um den Abwehrriegel des Gegners mit der starken Torhüterin Anja Storck zu knacken. Doch auch in der Abwehr von Siedelsbrunn/Wald-Michelbach stimmte die Zuordnung nicht immer und so kam Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden zu vielen einfachen Treffern.

So richtig Leben kam in das HSG-Lager eigentlich nur in zwei Phasen des Spiels. Die eine spielte sich zwischen der 15. und 25. Minute ab. Mit einem Kraftakt kämpfte sich die Feldmann-Truppe nach einem 3:8-Rückstand auf 7:9 und wenig später auf 8:10 heran. Doch ließ man gerade hier einige Chancen liegen. Weiterstadt regierte mit einer Auszeit, fing sich wieder und setzte sich bis zur Halbzeit mit 13:9 ab.

Ähnliche Situation nach gut zehn Minuten in der zweiten Halbzeit. Auch hier schafften es die Gastgeberinnen noch einmal, beim 13:17 auf Tuchfühlung heranzukommen, konnten aber nicht weiter nachlegen. Weiterstadt ließ sich nicht beirren und setzte sich dann innerhalb von wenigen Minuten entscheidend zum 21:13 ab. Die HSG konnte nichts mehr entgegensetzen und verlor so am Ende klar. Sichtlicht enttäuscht über die Art und Weise wie die Niederlage zu Stande kam, holte Trainerin Kata Feldmann ihr Team direkt nach Spielende zusammen, um ihnen die Marschroute für die nächsten Wochen klar zu machen.

Zwar hat die HSG nun ein Wochenende Pause, doch schon dann steht der nächste Knaller bei der TGB Darmstadt an. Verliert die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach auch diese Partie, dürften schon am vierten Spieltag alle Meisterschaftsträume ausgeträumt sein. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: Etzel, Sauer (3), Kunkel (3), Büyükodabasi, Vogel, Mottl (2), Schmitt (2), Lammer, Nikisch, Jöst, Dietrich, Eder (3), Kaufmann (1). th

Homepage HSG Weiterstadt

Damen 2 setzen Ausrufezeichen in Siedelsbrunn

09.10.2017

Nach dem vermeintlich einfachen Saisonauftakt beim Aufsteiger aus Walldorf wartete direkt im zweiten Spiel ein Schwergewicht auf die Oberligareserve. So traten 13 Damen die ungeliebte Fahrt nach Wald-Michelbach an, um dort zu zeigen, dass man durchaus zu den Mitfavoriten der Saison zählt. Trainer Vladimir Vouitchik stellte seine Mannschaft vorab auf verschiedene taktische Szenarien ein, sodass diese zwar mit Respekt vorm Gegner aber durchaus selbstbewusst zur HSG fuhren.

Die ersten Angriffe waren auf beiden Seiten zunächst durch technische Fehler und Fehlwürfe gekennzeichnet, bis Siedelsbrunn schließlich in der dritten Spielminute das erste Tor erzielte. Diese 1:0 Führung sollte bis zum Abpfiff die einzige Führung der Überwälderinnen bleiben. In den Anschlussminuten agierte die HSG WBW II konsequenter als die Gastgeber und konnte dadurch zunächst eine kleine Führung herausspielen (3:6). Diese konnten die Gäste zunächst durch verwandelte Siebenmeter und Tore aus der zweiten Welle weiter ausbauen (4:9), ehe Siedelsbrunn durch drei Tore in Folge den Vorsprung wieder rapide schrumpfen lies (7:9). In der Schlussphase der ersten Halbzeit erwiesen sich die Damen der Dreifachspielgemeinschaft jedoch als nervenstark genug, um sie von der Aufholjagd der Gastgeberinnen nicht aus dem Konzept bringen zu lassen, und bauten den Vorsprung erneut aus. Bei einem Spielstand von 9:13 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Auch in der zweiten Halbzeit konnten die Damen II der HSG WBW an die Leistung der Schlussphase der ersten Halbzeit anschließen. Nicht zuletzt durch wiederholtes Überzahlspiel gelang es zunächst die Führung weiter auszubauen. Dank sehr gute Deckungsarbeit seitens der HSG fiel den Spielerinnen aus Sieselsbrunn zunehmend weniger ein, währenddessen kamen die Gäste gegen die sehr offene Siedelsbrunner Abwehr immer besser zurecht und nutzen die herausgespielten Chancen konsequent. Ein 4:0 Lauf ab der 43. Minute bildete schließlich die Vorentscheidung (13:21) – von einer Entscheidung wollte in Hinblick auf die letzte Saison zu diesem Zeitpunkt jedoch noch niemand sprechen. Erst nach der letzten Auszeit schienen die Gastgeber ihren Siegeswillen völlig verloren zu haben. Was folgte war ein erneuter 4:0 Lauf der Gäste und  mit 14:25 ein deutlicher Sieg seitens der HSG WBW.

Auf allen Positionen 100 Prozent bringen

 Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Nach dem relativ klaren 33:23-Erfolg im Derby gegen den SV Erbach wartet auf die Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach am kommenden Sonntag die nächste Herausforderung in der Bezirksoberliga. Mit der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden II stellt sich ein Kanditat auf die Meisterschaft im Überwald vor.

Die Gäste sind mit einem klaren 32:16-Erfolg über Aufsteiger TSG Walldorf II in die Runde gestartet und haben ihren Anspruch auf einen Spitzenplatz schon in diesem Spiel untermauert. HSG-Trainerin Katja Feldmann war über die Spielpause am letzten Wochenende nicht gerade erfreut: „Wir wären lieber im Rhythmus gebleiten, so früh in der Runde schon mit einer Pause in das dritte Spiel zu gehen, finde ich nicht gut.“

In der letzten Saison waren beide Spiele gegen die Gäste hart umkämpft, ähnliches erwartet man aus Sicht der Überwälderinnen auch am Sonntag wieder. „Die Gäste wollen in dieser Runde um den Aufstieg mitspielen und haben sich mit Vladimir Vuychik einen prominenten Trainer geholt. Einige Spielerinnen von uns dürfte Valdimir noch aus seiner Zeit als Trainer der ersten Mannschaft bekannt sein. Ich rechne damit, dass er sein Team optimal vorbereitet und es taktisch klug eingestellt bei uns aufschlagen wird“, so HSG-Pressesprecher Siegfried Röth.

Doch auch die HSG-Trainerin ist für ihre taktischen Varinanten bekannt. Zudem hatte sie zwei Wochen Zeit, die Fehler aus dem Spiel gegen Erbach (schwache Abwehr) auszumerzen und die Mannschaft weiter nach vorne zu bringen. „Wir müssen am Sonntag schon von allen Positionen 100 Prozent bringen, wollen wir die beiden Punkte behalten und im Meisterschaftskampf bleiben. Nur mit einem Sieg dürfen wir uns weiterhin zum Favoritenkreis zählen. Insgesamt rechne ich damit, dass die Tagesform den Ausschlag geben wird“. so Röth. th

HSG tut sich lange schwer

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Einen am Ende doch klaren 33:23-Sieg feierten die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach im Derby gegen den SV Erbach. Das klare Endergebnis täuscht etwas über den wahren Spielverlauf hinweg. Die Gäste, die von vielen Fans begleitet wurden, lieferten der HSG besonders in den ersten 20 Spielminuten einen harten Kampf.

Die Gastgeberinnen verschliefen zunächst den Start und lagen nach fünf Minuten mit 1:3 zurück. Erst allmählich kam etwas mehr Schwung in das Angriffsspiel der HSG, und Elli Kaufmann mit zwei Treffen von der Kreisläuferposition sowie Laura Dietrich (2) und Anne Kunkel schafften nach zehn Minuten beim 6:5 die erste Führung für die Feldmann-Truppe.

Doch Erbach gab sich noch lange nicht geschlagen. Ex-HSG-Trainer Jozef Skandik hatte seine Mannschaft gut auf die Überwälderinnen eingestellt und so blieben die Gäste bis zum 10:10 auf Tuchfühlung. Während die HSG im Angriff ganz gut spielte, war die Abwehr nicht immer sattelfest. Mit einem Schlussspurt und Treffern von Svenja Vogel, Anne Kunkel, und Alina Sauer ging die HSG mit einem beruhigendem 15:11 in die Pause.

Ein 6:0-Lauf am Ende

Gleich nach Wiederanpfiff baute die HSG durch Lena Mottl ihre Führung auf 16:11 aus. Diesen Fünf-Tore-Vorsprung verwalteten die Gastgeberinnen zunächst geschickt bis zur Mitte der zweiten Halbzeit. Als Johanna Eder nach 48 Minuten zum 26:18 traf, war die Partie entschieden. Erbach verkürzte zwar noch zum 23:27, doch dann nahm die HSG nochmals Fahrt auf. Während bei Erbach die Kräfte schwanden, konnte die Feldmann-Truppe eine Schippe zulegen. So stellten die Gastgeberinnen mit einem 6:0-Lauf das klare Endergebnis sicher.

„Die Angriffsleistung war okay, wenngleich wir am letzten Wochenende schneller umgeschaltete haben. Auch die Siebenmeterquote war dieses Mal in Ordnung. Nicht gefallen hat mit die Abwehr. Hier waren wir einfach zu langsam auf den Beinen“, sagte HSG-Trainerin Kata Feldmann.

Erbachs Trainer Jozef Skandik meinte: „Schade, dass wir vier Siebenmeter verballert haben, sonst hätten wir die HSG noch etwas länger ärgern können. Zum Schluss haben uns die einfachen Tore aus dem Rückraum gefehlt. Der Sieg der HSG geht schon in Ordnung, ist aber etwas zu hoch ausgefallen. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: Etzel. A. Mottl, A. Sauer (6/2), Kunkel (6), Büyükodabasi (1), Vogel (4), L. Mottl (3), Schmitt (1), Lampert, Dietrich (9), Eder (1), Kaufmann (2). th

 

Erbach wird alles abverlangen

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Wie haben die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach die Auftaktniederlage in Crumstadt verkraftet? Diese Frage wird am Sonntag um 17.30 Uhr im Derby gegen den SV Erbach beantwortet. Im HSG-Lager hat man sich nur kurz mit der Niederlage in Crumstadt befasst und mehr den Fokus auf das nächste Heimspiel gegen Erbach gerichtet. Die HSG hat zwar gut gespielt, sich aber durch die Unkonzentriertheit kurz nach der Pause selbst um den Lohn ihrer Arbeit gebracht.

Auf diesen Umstand hat Trainerin Kata Feldmann in dieser Woche den Schwerpunkt ihrer Trainingsarbeit gelegt. Es gilt einfach, die herausgespielten Chancen noch besser auszuwerten und die Konzentration über 60 Minuten hochzuhalten. Dies wird am Sonntag auch unbedingt notwendig sein, denn mit dem SV Erbach erwartet die HSG einen Gegner, der den Überwälderinnen in der letzten Saison zweimal alles abverlangt hat. Trainer Jozef Skandik aufseiten der Gäste kennt die HSG aus dem Effeff und hat auch das erste Spiel der HSG beobachtet. Allerdings plagen den Gästecoach einige Personalsorgen, speziell der Ausfall von Anne Schneider wiegt schwer. Auch bei der HSG gibt es zwar einige Ausfälle, doch bedingt durch den großen Kader sollten diese einfacher zu kompensieren sein.

A-Jugend ist hoch motiviert

Bereits am Samstag um 18.30 Uhr bestreitet die weibliche A-Jugend der HSG ihr erstes Saisonspiel gegen die JSG Rüsselsheim. Die Brunnengräber-Truppe will unbedingt mit einem Sieg in die Runde starten und hat sich auf den Saisonstart gut vorbereitet. th

 

Gut gespielt, aber trotzdem verloren

 Der Auftakt ging für die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach mit der 25:32-Niederlage bei der ESG Crumstadt/Goddelau gründlich daneben. Doch täuscht das Ergebnis über die wahre Leistung. Nicht wenige der zahlreich mitgereisten HSG-Fans waren der Meinung, gerade in den ersten 30 Minuten das beste Bezirksoberligaspiel seit Jahren gesehen zu haben.

Beim Gegner standen von der letztjährigen Mannschaft des fast Absteigers gerade noch drei Spielerinnen im Kader. Die restlichen Spielerinnen kamen allesamt vom aufgelösten Tus Griesheim, einer Mannschaft, die im letzten Jahr die Landesliga auf Platz drei abschloss. Trotz dieser personellen Aufrüstung konnte die HSG über weite Strecken des Spiels mithalten und war in Durchgang eins sogar die spielbestimmende Mannschaft.

In einem Spiel auf hohem Niveau und viel Tempo ließ sich die HSG nie abhängen und ging nach einem 4:6-Rückstand (11.) beim 7:6 erstmals in Führung. Das Spiel war nun ausgeglichen, wobei die Feldmann-Truppe bis zum 16:14 durch die starke Alina Sauer stets die Nase vorne hatte. Doch ließ die HSG in den letzten Minuten der ersten Halbzeit eine klare Chance liegen und spielte einfach nicht clever genug. So gelang es den Gastgeberinnen, die Partie bis zum 17:16-Halbzeitpfiff zu drehen.

Die Entscheidung fiel schon in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit. Während die HSG auch die besten Chancen versiebte, glückte bei Crumstadt einfach alles und die Gastgeberinnen zogen mit einem Pausenübergreifenden 10:0-Lauf auf 24:16 davon. Die HSG fing sich zwar wieder, doch der Zug war so gut wie abgefahren. Beim 25:29 (50.) waren die Gäste zwar nochmals auf Tuchfühlung, doch ein weiterer verworfener Siebenmeter und zwei schnelle Tore von Crumstadt machten alle HSG-Hoffnungen zunichte. Am Ende siegten die Gastgeberinnen zwar klar, doch außer der schwachen Chancenauswertung gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit und der miserablen Siebenmeterbilanz (von fünf Strafwürfen wurde nur einer verwandelt), gab es am HSG-Spiel nicht viel zu bemängeln.

Bemerkenswert, wie die Mannschaft bis zur letzten Sekunde kämpfte und sich gegen die Höhe der Niederlage stemmte. Neben der überragenden Alina Sauer gab Neuzugang Rabea Etzel im Tor einen guten Einstand. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: Etzel, Mottl – Kunkel (2), Nikisch (1.), A. Sauer (8), Vogel (1), L. Mottl (1), Schmitt (2), Lammper, Lampert, Jöst, Dietrich (7/1), Eder (3), Kaufmann. th