Presse 2016 2017

Sechs Siebenmeter verballert

Die Partie in der Bezirksoberliga der Handballfrauen zwischen der TGB Darmstadt und der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach wurde ihrem Ruf als Spitzenspiel mehr als gerecht. Mehr als 60 Minuten lieferten sich beide Teams einen Kampf auf Augenhöhe, der sogar erst eine Minute nach dem Schlusspfiff zu Gunsten der Gastgeberinnen entschieden wurde. Darmstadt konnte in „Nachspielzeit“ in der letzten Aktion des Spiels einen Siebenmeter zum glücklichen aber 20:19 Sieg verwandeln. Der Jubel auf Seiten der TGB kannte nach diesem Happy End natürlich keine Grenzen. Durch diesen wichtigen Sieg bleibt Darmstadt auf dem ersten Tabellenplatz und nun trennt nur noch das Spiel in Dornheim vor dem Aufstieg in die Landesliga.

Für die HSG hat sich die letzte theoretische Meisterschaftschance am Samstag in Luft aufgelöst. Allerdings kann die Feldmann Truppe auf Ihre Leistung in Darmstadt durchaus stolz sein. Besonders das „Comeback“ Mitte der zweiten Halbzeit, als die HSG mit 13:18 fast aussichtslos zurücklag und dann noch zum 19:19 ausglich, war sehenswert. Allerdings stand sich die HSG bei einem möglichen Erfolg auch dieses Mal, wie so oft in dieser Runde, eher selbst im Weg, als dass man an der Stärke des Gegner scheiterte. Die Gäste aus dem Odenwald brachten das Kunststück fertig, alleine sechs Siebenmeter zu verwerfen – einfache Tore, die am Ende natürlich fehlten.

Von Beginn an entwickelte sich ein hart umkämpftes Spiel, das in Francis Pavic einen guten Schiedsrichter hatte. Die ersten Minuten gehörten Darmstadt. Während die HSG schon zu diesem frühen Zeitpunkt zwei Siebenmeter verballerte, verwandelte die TGB drei Strafwürfe zur 3:0-Führung. Laura Dietrich mit drei Treffern und Elena Kaufmann brachten ihre Farben beim 4:4 zurück ins Spiel. Die Partie war auch die folgenden Minuten hart umkämpft. Während Darmstadt vorlegte zog, die HSG durch Alina Sauer (2), Lea Nikisch, Sarah Röth und erneut Laura Dietrich zum 9:10-Halbzeitstand nach.

In der ersten Phase der zweiten Halbzeit schien die Partie zugunsten der Gastgeberinnen zu kippen. Darmstadt zeigte deutlich mehr Zug zum Tor und baute seine Führung auf 14:10 aus. Die HSG konnte durch Carolin Sauer (2) nur Schadensbegrenzung leisten, musste den Tabellenführer aber bis auf 18:13 davon ziehen lassen.

Mit einer Auszeit und eine Umstellung in der Abwehr setzte HSG Trainerin Kata Feldmann nochmals einen taktischen Akzent. Dieser Funke sprang auch sofort auf das HSG-Spiel über. Die Mannschaft kämpft sich wieder zurück und schaffte durch Steffi Schmitt, Elli Kaufmann, Alina Sauer und Lena Mottl den Anschluss zum 17:18. Nun wankte Darmstadt und schien sogar zu fallen. Steffi Schmitt traft erneut von dem Siebenmeterpunkt und Selin Büyükodabasi ließ den HSG-Anhang beim 19:19 jubeln.

Bei Darmstadt lagen die Nerven blank. Anne Mottl hielt einen Siebenmeter und die HSG hatte sogar zweimal die Möglichkeit zum Siegestreffer. Doch ausgerechnet Sekunden vor Spielschluss vertändelte man im Angriff den Ball und Darmstadt bekam zu Recht noch einen Siebenmeter zugesprochen.

„Es war ein wirkliches Spitzenspiel. Beide Team haben vor allem in der Abwehr überzeugt und der Schiedsrichter konnte sich dieser Leistung anschließen. Ein Kompliment an unsere Mannschaft, wie sie sich im zweiten Durchgang zurückgekämpft hat. Wir haben gesehen, dass wir gegen alle Teams mithalten können. Allerdings haben die sechs verworfenen Siebenmeter auch gezeigt, dass wir uns, wie so oft in der Runde immer wieder selbst im Weg stanen“, sagte HSG-Pressewart Siegfried Röth. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: Alina Sauer 4, Selin Büyükodabasi 1, Carolin Sauer 2, Sara Röth 1, Lena Mottl 1, Stefanie Schmitt 2/2, Alicia Lammer Laura Dietrich 5, Elena Kaufmann 2, Lea Nikisch 1, Johanna Eder, Janina Bauer, Anne Mottl. th

HSG geht durch Wechselbad der Gefühle

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach haben ihre Anhänger im letzten Heimspiel der Saison noch einmal durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt, ehe ein 19:16-Sieg gegen den Tabellenvierten HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden gefeiert wurde. Im Hinspiel musste die HSG noch eine deutliche Niederlage einstecken, diesmal fielen mehrere Stammspielerinnen aus. Julia Schmitt half in diesem wichtigen Spiel wieder einmal aus. Ihr Einsatz sollte sich im Spielaufbau positiv bemerkbar machen und somit ein Faktor für den späteren Sieg der Gastgeberinnen werden.

Bis Mitte der ersten Halbzeit verlief die Partie zunächst ausgeglichen. Die Gastgeberinnen legten bis zum 5:5 durch Laura Dietrich (2), Selin Büyükodabasi (2) und Julia Schmitt zwar immer ein Tor vor, doch Weiterstadt zog ständig nach. Dann kam die stärkste Phase des HSG-Spiels im ersten Durchgang. Die Abwehr stand wie eine Eins und Anne Mottl konnte einige schwierige Bälle halten. Weiterstadt gelang in den letzten 15 Minuten bis zur Halbzeit kein Tor mehr. Im Angriff spielte die HSG immer dann stark, wenn es schnell ging. So resultierten die Treffer von Julia Schmitt und Büyükodabasi aus schnellen Angriffen der zweiten Wellen. Steffi Schmitt traf mit einem Freiwurf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zum 10:5-Pausenstand.

Nach Wiederanpfiff folgte 20 Minuten lang ein Tief, das viele Fans nicht mehr an einen HSG-Erfolg glauben ließ. Weiterstadt spielte nun viel zielstrebiger und die HSG Abwehr war nur noch ein Schatten ihrer selbst. Bis zum 13:10 konnte die HSG noch vorlegen. Doch dann wirkte die Mannschaft platt. Nichts lief mehr zusammen und die Gäste drehen das Spiel. Mit einem 6:0-Lauf zog Weiterstadt auf 16:13 davon. Nur noch acht Minuten waren spielen. Eine Auszeit von Trainerin Feldmann wirkte und Selin Büyükodabasi setzte mit ihrem Tempogegenstoß das richtige Zeichen. Plötzlich stand die Abwehr wieder und im Angriff nahmen Julia und Steffi Schmitt das Heft in die Hand. Zunächst sorgten Steffi Schmitt per Siebenmeter und Julia Schmitt mit einer Einzelaktion für das 16:16. Dann tobte die Halle, als Steffi Schmitt zweimal in Folge einen Freiwurf kurz vor Ende des Zeitspiels in die Maschen des Gegners haute. Den Schlusspunkt zum viel umjubelten 19:16-Sieg setzte erneut Julia Schmitt mit ihrem dritten Treffer.

Durch diesen Sieg hat sich die HSG weiterhin die theoretische Chance auf die Meisterschaft im Endspiel gegen Darmstadt in 14 Tagen offen gehalten. Nach Spielschuss bedankte sich Abteilungsleiter Christian Binder noch bei allen Fans, Offiziellen und Spielerinnen für eine insgesamt erfolgreiche Saison. Leider musste Binder auch Anne Mottl  verabschieden, deren weitere Handballkarriere bei der HSG berufsbedingt in den Sternen steht. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Mottl – Büyükodabasi (5), Sauer, L. Mottl, S. Schmitt (8/3), Lammer, Nikisch, Jöst, Dietrich (3/3), J. Schmitt (3), Lampert. th

Wir haben ohne Abwehr gespielt“

Büttelborn. Die FSG Büttelborn bleibt in dieser Bezirksoberliga-Saison der Angstgegner der Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Nach der bitteren Niederlage im Vorspiel kam die HSG auch in Büttelborn nicht über ein 23:23-Unentschieden hinaus.

Entsprechend groß war die Enttäuschung im HSG-Lager nach diesem Auftritt in Büttelborn. „Wir haben heute ohne Abwehr gespielt. Wenn wir in Büttelborn 23 Tore werfen, müssen wir das Spiel gewinnen. Wir hatten bis dato die beste Abwehr der Liga. Nun legt uns der Tabellenletzte 23 Tore ins Netz, so etwas darf es einfach nicht geben“, so ein tief enttäuschte Trainerin Kata Feldmann.

In der Tat war es am Samtagabend die Abwehr, die den Punkt in Büttelborn verlor. Während sich die HSG-Frauen jeden Treffer hart erarbeiten mussten, war bei den Gastgeberinnen jeder Schuss ein Treffer. „Wir haben uns in der Defensive einfach nicht gut bewegt. Büttelborn fand immer eine Lösung, sogar aus dem Rückraum. Schade, bei etwas mehr Konzentration wäre hier und heute deutlich mehr drin gewesen“, erklärte HSG-Pressewart Siegfried Röth.

Die ersten 15 Minuten waren ein Spiel auf Augenhöhe und beim 6:5 lag die HSG erstmals in Führung. Doch dann verfiel die Abwehr in kollektiven Tiefschlaf und Büttelborn lag nach 20 Minuten gar mit 10:6 in Führung.

Ein Auszeit von Trainerin Feldmann schien die Truppe wieder wach zu rütteln. Denn plötzlich stand die Defensive sicher und die HSG machte nach dem 7:11-Zwischenstand mit einen 6:0-Lauf eine 13:11-Halbzeitführung.

Im zweiten Durchgang lagen die Vorteile zunächst klar bei der HSG. Ständig lag man mit zwei oder drei Treffern in Front. Doch zum richtigen Absetzen reichte es nicht, zu schwach war die Abwehrleistung. So reichte auch eine 22:20-Führung in der 53. Minute nicht zum Sieg. Im Gegenteil: Büttelborn drehte den Spieß um und die HSG musste beim 22:23 um den Sieg bangen. Doch Laura Dietrich behielt die Nerven und verwandelte einen Strafwurf zum 23:23. Die HSG hatte zwar sogar die Möglichkeit zum Siegestreffer, doch wurde der Ball leichtfertig verspielt und so blieb es beim verdienten Punktgewinn für Büttelborn. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: Selin Büyükodabasi 7, Carolin Sauer 1, Stefanie Schmitt 3/3, Laura Dietrich 7/4, Elena Kaufmann 3, Lea Nikisch 1. th

Wieder unter 20 Gegentore

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Einen insgesamt ungefährdeten 20:15-Erfolg feierten die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach am Sonntagabend gegen die FSG Biblis/ Gernsheim und bleiben damit auf Platz eins. Zum zehnten Mal in Folge blieb die Feldmann-Truppe ungeschlagen und holte dabei 19:1 Punkte. Ein Garant dafür ist sicherlich die starke Abwehr, die nun im 15. Saisonspiel unter 20 Gegentore blieb. Ein einsamer Spitzenwert in der Bezirksoberliga.

Eher ein Schwachpunkt im HSG-Spiel ist dagegen die Chancenauswertung. So stand es gegen die FSG Biblis/Gernsheim nach 14 Minuten zwar schon 4:0, doch hatte man bis zu diesem Zeitpunkt schon einige „Hochkaräter“ versiebt. So kamen die Gäste, die sich sehr kampfstark und einsatzwillig präsentierten, Tor um Tor heran. Nachdem sich die HSG im Angriff eine längere Auszeit nahm, stand es plötzlich 6:6 unentschieden. Doch kam die HSG wieder in die Spur und ging mit einer 10:7- Führung in die Pause.

Nach dem schnellen 11:7 durch Selin Büyükodabasi schien ein Vorentscheidung gefallen. Doch die Riedspielgemeinschaft steckte nie auf. Anne Reise erzielte trotz doppelter Unterzahl das 12:8 für die Gastgeberinnen, doch beim 14:12 schien die Partie nochmals spannend zu werden. Die erneut stark spielende Laura Dietrich sowie Steffi Schmidt schafften beim 17:12 die Vorentscheidung. Nun ließ die HSG nichts mehr anbrennen, und Treffer von Biblis wurden durch Joanna Eder, Laura Dietrich sowie Svenja Vogel zum 20:15-Entstand gekontert. Am kommenden Wochenende ist die HSG spielfrei und hofft weiterhin auf einen Ausrutscher von Zwingenberg. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Mottl – A. Sauer, Kunkel (3), Büyükodabasi (3), C. Sauer (2), Vogel (1), L. Mottl, Schmitt (3/1), Lammer, Bauer, Jöst, Dietrich (7), Kaufmann, Eder (1). th

Die Serie auf 17:1 Punkte ausgebaut

Handball: 40 Minuten lang kontrolliert die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach beim 26:21-Sieg die Partie, dann schafft Crumstadt/Goddelau noch einen 6:1-Lauf

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Stets konzentriert agierte Nancy Schwöbel im Tor der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach beim 26:21-Sieg der Bezirksoberliga-Handballerinnen bei der FSG Crumstadt/Goddelau. Sie parierte etliche Würfe und leistete damit einen wichtigen Beitrag für den Auswärtserfolg. Archivbild: Simon Hofmann

 Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Die Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach konnten ihre zuletzt eindrucksvolle Bilanz in der Bezirksoberliga weiter ausbauen. Seit dem 4. Dezember 2016 ist die Mannschaft nun ungeschlagen und weist eine stolze Bilanz von 17:1 Punkten in Serie auf. Auch die FSG Crumstadt/Goddelau konnte den Siegeszug der HSG nicht stoppen und musste sich nach einem 40 Minuten lang einseitigen Spiel mit 21:26 geschlagen geben.

Trotz des klaren Erfolges, die HSG führte zwischenzeitlich gar mit zehn Toren Vorsprung, konnte die Feldmann-Truppe nicht an ihre hervorragenden Leistungen vom vergangenen Wochenende anknüpfen. So gelang es gegen den Tabellenvorletzten von Crumstadt/Goddelau im Angriff nicht, das Niveau aus dem Top-Spiel gegen Zwingenberg zu erreichen. Zwar stand die Abwehr über 50 Minuten gewohnt kompakt, doch der Angriff wirkte holprig und schloss oft zu hastig ab. Dass das Spiel dennoch zu Gunsten der HSG entschieden wurde, lag vor allem an Laura Dietrich, die mit sieben Treffern einen Sahnetag erwischte, und Anne Kunkel, die weitere fünf Treffer beisteuerte.

Zunächst konnten an diesem Sonntagnachmittag beide Mannschaften das Spiel offen gestalten. Die Überwälderinnen legten vor und Crumstadt/Goddelau zog nach. Beim Stand von 5:4 konnte Feldmann-Truppe ihre spielerische Überlegenheit erstmals ausnutzen und sich zunächst auf 8:4 und bis zur Pause schließlich auf 12:7 absetzen. Die zweite Hälfte gestaltete sich ähnlich, Siedelsbrunn/Wald-Michelbach baute den Vorsprung weiter aus. Nur die beiden Angreiferinnen Nina Strauch und Mariela Thalheim bekam man nicht so richtig in den Griff. Beide reihten sich mit jeweils fünf Treffer in die Torschützenliste ein. Es hätten auch deutlich mehr werden können, hätte Nancy Schwöbel im Tor der Überwälderinnen nicht noch mehr gute Chancen vereitelt. Nach 50 Minuten und einem Spielstand von 25:15 war die Begegnung längst entschieden. Die meisten Spielerinnen dürften sich zu diesem Zeitpunkt gedanklich schon in der Kabine befunden haben. Anders ist der 6:1-Lauf der Gastgeberinnen in den letzten zehn Minuten wohl nicht zu erklären. Die Seiberth-Sieben nutzte die Abschlussschwäche der Gäste aus dem Überwald gnadenlos aus, lief einen Tempogegenstoß nach dem anderen und korrigierte damit das Endergebnis noch auf 21:26. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: Schwöbel (Tor), Büyükodabasi, Dietrich (7/1), Eder, Kaufmann (4), Kunkel (5), Lammer, Mottl (2), Röth (2), Alina Sauer (4/2), Carolin Sauer (1), Schmitt (1/1), Vogel.

HSG macht die Meisterschaft spannend

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Mit diesem Ergebnis im Spitzenspiel der Frauenhandball-Bezirksoberliga hat wohl niemand gerechnet. Die HSG Siedelsbrunn/ Wald-Michelbach landete mit 28:21 einen mehr als deutlichen Erfolg gegen TuS Zwingeberg, der auch in dieser Höhe hoch verdient war. Die Feldmann-Truppe spielte sich in einen wahren Rausch und schoss den Tabellenführer beim zwischenzeitlichen 21:11 regelrecht aus der Halle. Der Lohn für diesen Auftritt waren stehende Ovationen des Publikums schon Minuten vor dem Abpfiff. Viele Fans sprachen gar von dem besten Spiel einer Frauenmannschaft nach den „Oberligazeiten“.

Den Grundstock für diesen glanzvollen Handballabend legte die HSG wie schon so oft in dieser Runde in der Abwehr. Trainerin Kata Feldmann forderte von ihrer Mannschaft mit der offensiven Formation sehr viel Bewegung und Laufarbeit. Eine Vorgabe, die alle Spielerinnen umsetzten. Die sehr bewegliche und offensive Deckung der Gastgeberinnen brachten den viel zu statisch agierenden Tabellenführer fast zur Verzweiflung. Doch auch im Angriff konnte die HSG dieses Mal Akzente setzten, was die Tatsache unterstreicht, dass sich sieben Spielerinnen in die Torschützenliste eintrugen.

Beide Teams gingen zunächst voll zur Sache und so war in den ersten Minuten jeder Angriff ein Treffer. Bis zum 5:4 agierten die Mannschaften auf Augenhöhe. Doch gerade in einer Unterzahlsituation konnte sich die HSG den ersten kleinen Vorteil verschaffen. Selin Büyükodabasi und Carolin Sauer bauten die Führung per Tempogegenstoß auf 9:5 aus. Eine schöne Einzelaktion von Alina Sauer sowie ein von Anne Mottl gehaltener Siebenmeter bedeuteten die komfortable 13:8-Halbzeitführung für die HSG.

Zwingenberg kam mit viel neuer Energie aus der Kabine und schien das Spiel beim schnellen 10:14-Anschlusstreffer nochmals spannend machen zu können. Doch dann spielten sich die HSG in einen wahren Rausch. Egal ob Tempogenstoß oder Spielzug – es klappte fast alles. Mit einem 7:1-Lauf zum 21:11 fiel die Vorentscheidung. Der Tabellenführer war geschlagen. Hier machte sich auch die deutlich stärker besetzte Bank und das gute Wechselmanagement von Feldmann bemerkbar. Während die HSG noch deutlich zulegen konnte, waren einige Zwingenbergerinnen mit ihren Kräften am Ende. Die Halle stand Kopf, als Anne Reise nach einem feinen Pass von Johanna Eder das 25:16 per Kempatrick markierte. Der Rest war Schaulaufen und Ergebniskorrektur von Zwingenberg. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Mottl – A. Sauer (3), Kunkel (7), Büyükodabasi (4), C. Sauer (3), Vogel, L. Mottl, Schmitt (7/3), Jöst, Dietrich (2), Kaufmann, Eder (2). th


Frauen-Bezirksoberliga:
TuS ergibt sich in Siedelsbrunn

Rückschlag im Titelkampf

Darmstädter Echo: Zwingenberg. Nach nur einem Spieltag kam es in der Bezirksoberliga wieder zu einer Wachablösung: Die Handballerinnen des TuS Zwingenberg unterlagen bei der HSG Siedelsbrunn/Wald- Michelbach deutlich mit 21:28 (8:13) und sind damit von Position eins auf drei zurückgefallen. Neuer Primus ist wieder die TGB Darmstadt, Siedelsbrunn hat sich auf Rang zwei verbessert. "Aber es ist noch alles eng beisammen. Da kann im letzten Saisondrittel noch viel passieren", so TuS-Trainer Giuseppe D´Amico. Die Siedelsbrunnerinnen wirkten von Beginn an wacher und aggressiver und sie lagen auch gleich vorne. "Die HSG legte einen großen Willen an den Tag", meinte D´Amico, während er seiner Mannschaft "einen eher schwachen Auftritt" bescheinigte. Besonders gegen die offensive Deckung der Überwälderinnen fand Zwingenberg kein Mittel. "Ich hätte mir mehr Gegenwehr gewünscht", so der TuS-Coach,  der zudem mit der Chancenverwertung haderte. So wurden unter anderem nur sechs von Elf Strafwürfen verwandelt, zudem konnten die Überzahlsituationen - Siedelsbrunn bekam sechs Zeitstrafen aufgebrummt, Zwingenberg keine - nicht genutzt werden. Im Gegenteil: Die Gäste kassierten in Überzahl noch Gegentreffer.Beim 21:11 drohte dem bisherigen Tabellenführer ein regelrechtes Debakel, aber immerhin konnte in der Schlussviertelstunde wenigstens Ergebniskosmetik bis zum 21:28-Endstand betrieben werden. "Das war aber diesmal ein Tag zum Vergessen", so D´Amico, während die Siedelsbrunnerinnen ihr Comeback im Meisterschaftskampf feierten. - HSG-Tore: Anne Kunkel, Stefanie Schmitt (je 7), Selin Büyükodabasi (4), Alina Sauer, Carolin Sauer (je 3), Laura Dietrich, Johanna Eder (je 2). - TuS-Tore: Mirela Kaczynska (7/4), Sibylle Droll, Ewelina Bobusia (je 4), Sonja Rücker (2), Nadine Hanske, Janine Hofmann (je 1), Sonja Kübelbeck (1/1).

Zwingenberg hält Trümpfe in der Hand

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Die Karten in der Frauenhandball-Bezirksoberliga sind ganz neu gemischt. Ein Blatt mit lauter Trümpfen hält plötzlich die TuS Zwingenberg in der Hand. Die TuS setzte sich zuletzt nach hartem Kampf gegen die HSG Fürth/Krumbach durch und ist Tabellenführer. Das Restprogramm spricht mit einer Ausnahme für Zwingenberg. Ein gutes Blatt hat auch noch die TGB Darmstadt in der Hand. Allerdings kann die TGB das Spiel nicht mehr alleine gewinnen. Sie ist auf die Mithilfe der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach angewiesen. Nur der Tabellendritte scheint im Moment noch in der Lage, Zwingenberg eine Niederlage beizubringen. Wenn dies geschieht und Darmstadt gewinnt seine restlichen Spiele, wäre die TGB aufgrund des direkten Vergleiches wieder Spitzenreiter.

Die Überwälderinnen stehen vor der sehr schweren Aufgabe alle drei Spitzenspiele gegen Zwingenberg, Weiterstadt und Darmstadt für sich zu entscheiden und müssen gleichzeitig noch auf einen Ausrutscher von Zwingenberg hoffen. Vor diesem Hintergrund kommt dem Spitzenspiel der HSG am Sonntag um 18 Uhr in der Wald-Michelbacher Sporthalle eine ganz besondere Bedeutung zu. th

HSG hadert mit dem Schiedsrichter

 Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn / Wald-Michelbach haben sich bei der SG Egelsbach einen unnötigen Punktverlust erlaubt. Besonders bitter wurde dieser Punktverlust dann für die HSG-Frauen, als die Ergebnisse der Konkurrenz bekannt wurden. Durch die Niederlage von Darmstadt in Weiterstadt wäre die HSG bei einem Sieg in Egelsbach an der TGB Darmstadt vorbei auf Platz zwei in der Tabelle gerutscht. So aber bleibt man zwar auf Schlagdistanz zu Darmstadt, hat aber nun drei Punkte Rückstand auf den neuen Tabellenführer Zwingenberg.

Zwei Gründe waren ausschlaggebend für das 20:20-Unentschieden. Zum einem die schwache Angriffsleitung in der Schlussviertelstunde, als man in 15 Spielminuten gerade einmal drei Tore warf. Zum anderen haderten die HSG-Verantwortlichen sehr stark mit der Schiedsrichterleistung. So hatte der insgesamt schwache Unparteiische der HSG in der letzten Spielminuten gleich zweimal mal den Siegestreffer wegen angeblichen Kreisspiel aberkannt. „Eine Entscheidung, die bei allen Anwesenden in der Halle ur verständnisloses Kopfschütteln verursachte“, meinte HSG-Pressewart Siegfried Röth. Nach ausgeglichenem Beginn konnten sich die Gäste bis zur 20. Minute auf 9:4 absetzen. Doch einige überhastete Abschlüsse brachen Egelsbach auf 7:9 heran, ehe Alina Sauer mit dem Halbzeitpfiff das 10:7 warf. Egelsbach kam besser aus der Kabine und konnte das Spiel nach 43 Minuten beim 13:13 ausgleichen. Zwei Tempogegenstöße innerhalb von nur einer Minute durch Selin Büyükodabasi brachten die HSG wieder mit zwei Toren in Front. Als Steffi Schmitt, die eine starke Partie machte, nach 48 Minuten zum 18:14 traf, wähnte sich die HSG auf der Siegerstraße. Doch Egelsbach steckte nicht auf, nutzte die etwas zu passive Arbeit in der Abwehr zu einfachen Toren aus dem Rückraum aus und schaffte beim 18:19 den Anschlusstreffer.

In einer hektischen Schlussphase verpasse es die HSG nach dem 20:18 erneut durch Steffi Schmitt, die beiden Punkte festzuhalten und hatte auch noch Pech mit den Schiedsrichterentscheidungen. Die aufgebrachten Spielerinnen und HSG-Verantwortlichen konnten ihre Gefühle nach dem Schlusspfiff nur schwer im Zaun halten. „Fassungslos und ohne Worte“, meinte Siegfried Röth. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Mottl – A. Sauer (6/3), Kunkel (1), Büyükodabasi (6), C. Sauer, Röth, L. Mottl, Schmitt (6/3), Vogel , Dietrich (1), Eder. th

Sechs Siege in Serie geholt

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Die Siegesserie der Frauen der Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach hat weiter Bestand. Rechnet man den Sieg gegen Tabellenführer TGB Darmstadt kurz vor Weihnachten dazu, sind es sogar sechs Siege in Folge. Besonders interessant dabei die Tatsache, dass die HSG in keinem Spiel über 20 Gegentore bekommen hat. Da fällt natürlich die leichte Angriffsschwäche der HSG nicht so ins Gewicht.

Nach dem eher behäbigen Spiel gegen Dornheim trifft die HSG am Samstag (17 Uhr) bei der SG Egelsbach auf einen Gegner, der den Powerhandball bevorzugt. Die SGE lebt vom schnellen Ball nach vorne. Ein Beweis dafür sind 379 erzielte Treffer – zehn mehr als die HSG bei einem Spiel weniger. In der Defensive fällt der Unterschied mit über 100 Toren zugunsten der HSG aus. So wird der Tabellendritte aus dem Überwald bei seinem Gastspiel in Egelsbach vor allem darauf achten müssen, die Fehleranzahl zu minieren und ein perfektes Rückzugverhalten an den Tag zu legen.

Im Positionsangriff liegen die Vorteile sicherlich bei der HSG, selbst wenn die einstige Bundesligaspielerin Daniela Gutzeit bei Egelsbach auflaufen wird. Trainerin Kata Feldmann hat ihre Truppe intensiv auf den Gegner eingestellt. Die HSG-Frauen hoffen, sich mit einem Sieg in die zweiwöchige Faschingspause verabschieden zu können. th

Anne Mottl vernagelt ihr Tor

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Eine durchschnittliche Leistung genügte den Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach, um die HSG Groß-Gerau/Dornheim klar mit 18:11 zu besiegen. Trainerin Kata Feldmann hatte ihre Mannschaft nach der Spielbeobachtung gegen Fürth sehr eindringlich vor dem Gegner gewarnt. „Der Rückraum hatte mich in diesem Spiel schon beeindruckt“, so Feldmann. Gegen ihre Mannschaft kam die so hoch gelobt Rückraumachse aber überhaupt nicht zur Geltung.

Dies lag zum einen an der sehr offensiven Abwehr der HSG, die Dornheim überhaupt nicht schmeckte, und zum anderen an einer inzwischen schon gewohnt starken Torfrau Anne Mottl.

Allerdings sah es zunächst eher nicht nach einem Spaziergang für die Gastgeberinnen aus. Dornheim kam gut uns Spiel und hatte das erste Überraschungsmoment für sich. Die Feldmann-Truppe tat sich im Angriff sehr schwer und scheiterte oft an ihrer starken Ex-Torfrau Meike Dörr. So führten die Gäste plötzlich mit 4:1. Es dauerte bis zur 14. Minute, ehe die HSG durch Alina Sauer zum 5:5 ausgleichen konnte. Dornheim kam zwar in der 15. Minute noch zum 6:5, hatte dann aber für lange Zeit sein Pulver verschossen. Knapp 30 Minuten rieben sich die Gäste an der HSG-Abwehr und Torfrau Anne Mottl ohne Erfolg auf. Bei den Gastgeberinnen war zwar auch nicht alles Gold, was glänzte, doch Steffi Schmitt sorgte mit vier Treffern in Folge für die 9:6-Halbzeitführung. Die Entscheidung in dieser Begegnung fiel recht schnell nach der Pause; Alina Sauer, erneut Steffi Schmitt per Siebenmeter und Sara Röth sorgten für die klare 12:6-Führung. Es dauerte bis zur 42. Minute, ehe Dornheim der siebte Treffer gelang. Doch eine Wende konnten die Gäste dem Spiel nicht mehr geben. Die Gastgeberinnen taten nicht mehr wie nötig und experimentierten viel. Das Spiel plätscherte nun ohne große Höhepunkte so vor sich hin. Den Schlusspunkt setzte schließlich Selin Büyükodabasi mit ihrem in diesem Spiel einzigen Treffer zum 18:11. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Mottl – A. Sauer (3/1), Kunkel (1), Büyükodabasi (1), C. Sauer (1), L. Mottl, Schmitt (9/4), Lammer, Jöst, Dietrich (1), Lampert. th

Die Formkurve der HSG zeigt nach oben

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach ließen gegen die HSG Langen eine deutlich aufsteigende Form erkennen. Ab der 20. Minute hatte die HSG das Spiel im Griff und konnte überzeugen. Gerade im Angriff lief es in dieser Begegnung deutlich besser als zuvor. Nun heißt es für die Feldmann-Truppe, diese Kurve beizubehalten. Die erste schwere Prüfung wartet auf die HSG bereits am Sonntag (17.30 Uhr) im Heimspiel gegen die HSG Groß-Gerau/Dornheim. Schon beim Hinspielsieg hatten die Überwälderinnen ihre liebe Mühe. Dornheim hat sich in den letzten Spielen erheblich gesteigert und zuletzt die HSG Fürth/Krumbach abgefertigt.

Trotzdem gehen die Gastgeberinnen als Favoriten in dieses Spiel. „Wenn wir wie zuletzt unsere Leistung abrufen, sollten wir auch Dornheim in Schach halten können, egal mit welcher Aufstellung die HSG bei uns auftritt. Wir freuen uns auf jeden Fall auf das Wiedersehen mit unserer Ex-Torhüterin Meike Dörr“, sagte HSG-Pressewart Siegfried Röth. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Johanna Eder, weiterhin fehlen wird die verletzte Elli Kaufmann. th

HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach gewinnt am Ende noch deutlich mit 27:18 gegen die HSG Langen

Alina Sauer zeigt ihrer Mannschaft den Weg zum Erfolg

Viel klarer als erwartet, hat die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach das Spitzenspiel der Frauenhandball-Bezirksoberliga gegen den Tabellenfünften HSG Langen gewonnen. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit behielt die Feldmann- Truppe am Ende sicher mit 27:18 Toren die Oberhand. Die HSG musste zwar auf die Leistungsträgerinnen Johanna Eder und Elli Kaufmann verzichten, konnte aber trotzdem mit voller Mannschaftsstärke auflaufen. Bei einer eher spärlichen Kulisse sah es aber für die Gastgeberinnen am Anfang ganz düster aus. Während der Tabellendritte zunächst recht orientierungslos in der Halle herumirrte, legte Langen los wie die Feuerwehr und führte nach zehn Minuten 4:0. Laura Dietrich mit zwei Treffern brachte die HSG zwar heran, doch Langen konnte sich beim 3:6 nochmals mit drei Toren absetzen. Spielerführerin Alina Sauer führte ihre Mannschaft dann aber auf den Pfad des Erfolges zurück. In Unterzahl gelang der HSG, wie schon so oft in dieser Runde, zunächst der Anschluss zum 5:6 und wenig später ebenfalls wieder durch Sauer das 6:6. Bis zum 8:8 in der 25. Minute verlief das Spiel ausgeglichen. In einem tollen Schlussspurt, in dem sich die HSG auf die starke Torhüterin Anne Mottl stützen konnte, drehten Anne Reise, Lena Mottl und Alina Sauer das Spiel beim 11:8. Der Beginn der zweiten Halbzeit war zunächst geprägt durch eine Vielzahl von Zeitstrafen. So gab es insgesamt gegen die HSG neun Zweiminutenstrafen und gegen Langen fünf, zusätzlich zweier roter Karten. Obwohl es sich um eine „normale Bezirksoberligapartie“ handelte, kamen insgesamt noch 18 Siebenmeter hinzu, wobei die Gastgeberinnen nur einen vergaben, Langen aber deren fünf.Carolin Sauer drehte auf der rechten Außenbahn groß auf und baute die Führung auf 13:8 aus. Bis Mitte der zweiten Halbzeit blieb die HSG am Drücker. Beim 17:10 war eine Vorentscheidung gefallen. „Am Anfang war meine Mannschaft sehr unkonzentriert, sowohl in Abwehr wie auch im Angriff. Dann sind wir stabiler geworden und haben auch unsere Chancen besser genutzt. Am Ende konnten wir einfach mehr zulegen, was sicherlich auch an der Breite unseres Kaders liegt. Insgesamt bin ich zufrieden mit der Leistung“, sagte HSG-Trainerin Kata Feldmann, die ihren Vertrag für die kommende Saison verlängert hat. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Mottl – A. Sauer (10/6), Kunkel (1), Büyükodabasi (2), C. Sauer (4), Röth (1), L. Mottl (1), Schmitt (2/1), Vogel (1), Lammer (1/1), Dietrich (4), Lampert, Nikisch. th

Im Angriff muss  der Knoten platzen

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Zu ungewohnter Zeit, nämlich bereits am Samstag um 17.30 Uhr, tragen die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach ihr nächstes Heimspiel aus. Die HSG Langen reist als Tabellenfünfter an. Die Gäste hatten im November eine schwierige Phase, haben sich aber gerade in den letzten Wochen wieder gefangen und dabei eine Serie von 12:0 Punkten hingelegt. „Das wird Schwerstarbeit. Die Begegnungen gegen Langen waren schon immer vom Kampf geprägt. Auch am Samstag erwarte ich ein spannendes und hartes Spiel. Bei der Schiedsrichteransetzung wird es sicherlich auch wichtig werden, sich auf die bekannt enge Regelauslegung des Unparteiischen einzustellen“, so HSG-Pressewart Siegfried Röth.

Zwar ist Langen derzeit gut im Schluss, doch auch die HSG-Frauen haben die letzten vier Spiele gewonnen und sich auf Platz drei in der Tabelle festgesetzt. Die letzten Siege hatte die HSG vor allem ihrer guten Abwehrarbeit zu verdanken. Dies allein wird aber gegen Langen nicht reichen. „Am Samstag sollte auch im Angriff mal der Knoten platzen und die Anzahl technischer Fehler reduziert werden, dann sieht es für uns gut aus“, so HSG-Abteilungsleiter Christian Binder. Personell ist bei der HSG alles im Lot, auch Laura Dietrich wird wohl wieder mit von der Partie sein. Nicht ganz so rosig sieht es beim Gegner aus, wo eine Grippewelle grasiert.

Unser Bild zeigt Selin Büyükodabasi, die beim 21:18-Sieg bei der HSG Fürth/Krumbach mit sechs Toren beste Werferin der Überwälderinnen war. th/Bild: Sascha Lotz

An Mottl kommt die HSG nicht vorbei

 Eingeklemmt ist Johanna Eder zwischen Anika Wolf (links und Marie-Christine Helferich von der HSG Fürth/Krumbach. Die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach musste im Derby Schwerstarbeit verrichten, um zu einem 21:18-Sieg zu kommen. Bild: Sascha Lotz

Fürth/Krumbach. Die HSG Fürth/Krumbach musste im Derby der Frauenhandball-Bezirksoberliga gegen die favorisierte HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach eine 18:21-(8:11)-Heimniederlage hinnehmen. Es war die dritte Pleite in Folge für das Team von Trainer Steffen Zahn, das in diesem Jahr noch ohne Punktgewinn ist.

Leicht haben es die Gastgeberinnen dem Gegner allerdings nicht gemacht, hielten die Fürtherinnen doch mit viel Kampfgeist und Engagement dagegen. Für die die Mannschaft der ehemaligen Fürtherin Katarzyna Feldmann war es ein hartes Stück Arbeit, bis die Punkte an alter Wirkungsstätte unter Dach und Fach waren. Siedelsbrunn hatte in Torhüterin Anne Mottl wieder einen starken Rückhalt, zudem agierte die Abwehr der Gäste gewohnt zuverlässig. Vor allem diese beiden Trümpfe bescherten der Feldmann-Sieben am Ende zwei Punkte.

Im Angriff hingegen konnten die Überwälderinnen keine Bäume ausreißen. Siedelsbrunn erlaubte sich in der Offensive zu viele Fehler und habe zudem den letzten Drang zum Tor vermissen gelassen, wie HSG-Pressesprecher Siegfried Röth beobachtete: „Immer dann wenn die Zuschauer glaubten, wir hätten das Spiel im Griff, erlaubte sich unsere Mannschaft zu viele Fehler und vergab auch die besten Torchancen. Sehr oft verließen sich die Mitspielerinnen auch auf Alina Sauer.“

Die HSG Fürth/Krumbach brachte die Gäste vor allem mit einer stabilen 6:0-Abwehr in Schwierigkeiten, „damit konnte Siedelsbrunn nicht gut umgehen“, erkannte Zahn, der für gewöhnlich eine 5:1-Formation auflaufen lässt. An Torhüterin Mottl war jedoch über weite Strecken der Partie kein Vorbeikommen, „sie hat Siedelsbrunn die zwei Punkte festgehalten“, meinte Zahn. Dabei konnte sich Fürth alles in allem im Angriff recht gut in Szene setzen, es fehlte allerdings an Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.

In der 45. Minute musste dann Elena Weber mit einer Platzwunde ausgewechselt werden. Weber war mit einer Gegenspielerin zusammengestoßen. Das passierte in einer Phase, als die Gastgeberinnen im Begriff waren, einen Rückstand wettzumachen. Alles in allem konnte Zahn seinem Team keine Vorwürfe machen, habe der Wille bei seinen Spielerinnen doch gestimmt. „Das war eines der besten Spiele meiner Mannschaft“, sagte der Trainer auch mit Blick auf das Hinspiel, das noch deutlich verloren wurde. HSG Fürth/Krumbach: Haag, Fries – Elena Weber (2), Niklas (3), Marie-Christine Helferich (4), Unrath (1), Wagner (2), Wolf (2), Kilian (3), Bauer (1). Renner, Gesell, Alessa Weber. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: Anne Mottl – Sauer (5/2), Kunkel (2), Büyükodabasi (6), Carolin Sauer (3), Vogel (1), Schmitt (3/1), Lammer, Nikisch, Jöst, Röth, Lena Mottl. jaz

Anne Kunkel rettet den knappen Sieg

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Gegen die Kellerkinder in der Frauenhandball-Bezirksoberliga tut sich die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach in dieser Saison besonders schwer. Gab es gegen Büttelborn schon eine sensationelle 7:8-Niederlage, so war die HSG kurz davor, auch gegen den Tabellenvorletzten FSG Gersprenztal Punkte liegen zu lassen. Trotz einem zeitweisen Vorsprung von fünf Toren mussten die Überwälderinnen bis zur letzten Sekunde zittern, ehe der 20:19-Erfolg unter Dach und Fach war. Nach dem Siegtreffer von Anne Kunkel 17 Sekunden vor Schluss kamen die Gäste auf der Rechtsaußenposition noch einmal zum Abschluss und die HSG konnte sich bei Torhüterin Anne Mottl bedanken, dass die Punkte im Überwald blieben.

Die Gastgeberinnen brachten es nicht fertig, sich auf die kleinliche Regelauslegung des Schiedsrichters einzustellen und mussten neun Zeitstrafen und acht Siebenmeter hinnehmen, während Gersprenztal ohne Zeitstrafe und bei nur zwei Siebenmetern blieb. Auch bei der klaren 15:10-Führung in der 40. Minute agierte die HSG überhastet. Die Mannschaft leitete sich in dieser Phase viele technische Fehler und holte somit unfreiwillig die Gäste wieder mit ins Spiel. Diese nutzten die Fehler der nicht besonders sattelfesten Abwehr gnadenlos aus und waren beim 14:15 wieder dran. Als Alina Sauer mit zwei sehenswerten Rückraumtreffern beim 18:16 wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung herausgeworfen hatte, schien das Pendel zugunsten der HSG auszuschlagen.

Doch Gersprenztal glich zum 18:18 aus und agierte sogar in Überzahl. Hätte Anne Mottl nicht die nächste hundertprozentige Chance zunichtegemacht, das Spiel wäre vielleicht sogar noch gekippt. Das Einzige, auf das sich die HSG in diesem Spiel verlassen konnte, war die Tatsache, dass man alle neun Unterzahlsituationen mit einem Tor abschloss. So auch in der 57. Minute, als Anne Kunkel von Linksaußen zum 19:18 traf. Doch auch Gersprenztal war von außen erfolgreich und schnupperte beim 19:19 an der Überraschung, ehe Kunkel die Gastgeberinnen jubeln ließ.

„Unsere Mannschaft zeigt in dieser Saison leider zu schwankende Leistungen. Wir passen uns fast immer dem Gegner an, auch den schwachen. Positiv ist sicherlich zu bemerken, dass die Mädels inzwischen nicht den Kopf verlieren und auch ein Spiel noch in der letzten Minute entscheiden können“, sagte Pressewart Siegfried Röth. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: , A. Mottl – A. Sauer (6/2), Kunkel (2), Büyükodabasi (2), C. Sauer (1), Vogel, Mottl, Schmitt (1), Lammer (1), Nikisch (1), Jöst, Dietrich (2), Eder (3). th

Besser als die Tabelle sagt

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Nach dem Auftaktsieg gegen den unbequemen SV Erbach empfangen die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/ Wald-Michelbach am Sonntag (17.30 Uhr) die FSG Gersprenztal. Wenn man nur auf die Tabelle schaut, scheint die Aufgabe durchaus lösbar.

Die FSG hat bislang lediglich fünf Pluspunkte geholt und steht auf dem drittletzten Platz. Dass man die Frauenspielgemeinschaft aus dem Gersprenztal aber nicht an dieser Platzierung bzw. an den Leistungen aus der Vorrunde messen darf, musste eine ersatzgeschwächte HSG Fürth/Krumbach am Sonntag bei der 19:26-Niederlage schmerzhaft erfahren. „Die FSG kann deutlich besser Handballspielen, als es die Tabellensituation darstellt. Sie hatten in der Vorrunde einige Ausfälle und konnten nie in Bestbesetzung antreten. Wir müssen höllisch aufpassen“, warnte HSG-Pressesprecher Siegfried Röth davor, den Gegner zu unterschätzen.

Trainerin Kata Feldmann hat ihre Mannschaft auf den kommenden Gegner intensiv vorbereitet. Dabei kam mit Sicherheit auch die Abschlussschwäche aus dem Spiel gegen Erbach zur Sprache. th

In Unterzahl fällt die Vorentscheidung

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach sind mit einem am Ende doch klaren 24:20-Sieg beim SV Erbach in die Rückrunde gestartet. Allerdings hatte die Truppe von Trainerin Kata Feldmann ein gehöriges Stück Arbeit zu verrichten bis der Erfolg unter Dach und Fach war. Gastgeber SV Erbach präsentierte sich als gut eingestellte und kampfstarke Mannschaft, die den Überwälderinnen alles abverlangte. In der 40. Minute bei Stand von 13:13 war die Partie noch vollkommen offen. Die HSG ging schnell mit 2:0 in Führung. Danach wurden immer wieder auch die besten Torchancen nicht genutzt oder die HSG scheiterte an der starken Torfrau der Gastgeberinnen. Beim 6:6 hatte Erbach wieder ausgeglichen. Der HSG gelang es zwar, mit 8:6 nochmals zwei Treffer vorzulegen, doch auch diesen Vorsprung konnte Erbach drehen und bis zur Pause sogar mit 9:8 in Führung gehen.

Gleich nach Wiederanpfiff war die HSG zunächst nicht bei der Sache und die Gastgeberinnen gingen unter die Jubel ihrer Fans mit 11:8 in Führung. Doch gerade in dieser Phase konnte sich die HSG auf die erfahrenen Spielerinnen wie Alina Sauer oder Johanna Eder verlassen, die mit ihren Treffern die Wende einleiteten. Als Svenja Vogel eine Zweiminutenstrafe kassierte, hatte Erbach die Möglichkeit, mit Siebenmeter auszugleichen. Doch Anne Mottl konnte diesen Strafwurf entschärfen und auf der anderen Seite trafen Steffi Schmitt, Anne Kunkel und Selin Büyükodabasi trotz Unterzahl. So setzten sich die Überwälderinnen vorentscheidend zum 19:16 ab.

„Im Angriff lief es diese Mal nicht ganz so rund. Wir haben uns das Leben mit der schwachen Chancenauswertung selbst sehr schwer gemacht. Allerdings hat die Partie gezeigt, dass die Mannschaft hervorragend kämpfen kann, sich auch durch Rückstände nicht aus der Bahn werfen lässt und so die Partie, wie in der Runde schon so oft, zum Schluss noch drehen kann“, sagte HSG-Trainerin Kata Feldmann. Erbachs Trainer Jozef Skandik meinte: „Ausgerechnet in Überzahl haben wir das Spiel verloren. Wir kassieren in dieser Phase drei Tore und können den Vorteil nicht nutzen. Hier hat die HSG einfach cleverer gespielt und die individuelle Stärke einzelner Spielerinnen hat den Ausschlag für meine Ex-Mannschaft gegeben.“ HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Mottl – A. Sauer (7), Kunkel (3), Büyükodabasi (2), C. Sauer, Vogel (1), L. Mottl (2), Schmitt (4/3), Lammer, Nikisch, Jöst, Dietrich (1), Eder (4). th

Der Wiederbeginn fällt den Spielerinnen nicht leicht

 Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Gleich zu Beginn der Rückrunde steht für die HSG Siedelsbrunn/ Wald-Michelbach in der Frauenhandball-Bezirksoberliga am Samstag (17 Uhr) mit dem Spiel beim SV Erbach wiederum eine sehr knifflige Aufgabe auf dem Programm. Nach dem Paukenschlag zum Ende des Jahres 2016 mit dem Sieg gegen Tabellenführer Darmstadt möchte die HSG natürlich genauso erfolgreich in das neue Jahr starten. Dagegen dürften die Gastgeberinnen, allen voran deren Trainer, Ex-Coach Jozef Skandik, etwas einzuwenden haben. Seit zwei Wochen sind die Überwälderinnen im Training. Die ersten Trainingseinheiten waren für alle Beteiligten etwas hart. „Die Mädchen haben die freie Zeit doch sehr genossen, nun heißt es, wieder schnell an Fahrt aufzunehmen. Diese Woche verlief schon viel besser“, meinte Trainerin Kata Feldmann. Nicht ganz so zufrieden mit der Vorbereitung zeigte sich Erbachs Coach Jozef Skandik: „Wir konnten leider erst diese Woche mit dem Training beginnen, waren dafür aber eine Woche länger im Spielbetrieb als Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Ich hoffe, das reicht, um dem Favoriten Paroli zu bieten.“

Der Aufsteiger aus Erbach hat einige bemerkenswerte Resultate erzielt, und auch das Vorspiel war hart umkämpft. Positiv für die HSG könnte sich wohl auswirken, dass alle Spielerinnen an Bord sind. th

Homepage TGB Darmstadt

Damen 1 mit erster Saisonniederlage!

HSG Siedelsbrunn/Waldmichelbach – TGB Darmstadt 21:19 (10:9)

Die Damen der TGB mussten sich am Sonntag Abend unglücklich mit 21:19 der HSG Siedelsbrunn/Waldmichelbach geschlagen geben. Unsere Mädels erwischten allerdings den besseren Start. Schnell war durch eine gute Abwehr eine 3:0 Führung erarbeitet. Zur Pause hieß es durch ein umkämpftes Spiel 10:9 für die Gastgeber. Nach der Pause bot sich der gleiche Anblick wie in der ersten Hälfte. Durch überharte und teilweise unfaire Aktionen der Gastgeber wurde die Mannschaft der TGB leider um gleich 4 Leute reduziert, sodass den verbleibenden Mädels ein großes Lob an Kampfgeist und Siegeswillen auszusprechen ist! Auch die Bank bot über das gesamte Spiel hinweg eine super Stimmung! Leider konnte so die weiße Weste nicht bewahrt werden, wodurch die TGB Damen trotzdem noch die Tabelle mit 20:2 vor der TuS Zwingenberg anführen.

Es kämpften:Jana, Simone, Olivia, Clara, Celina, Martha, Sarah, Leo, Jule, Tani, Lauri, Ronja und Sinah.

Anmerkungen aus dem Spielbericht:

Gegen die TGB Darmstadt wurden 3 Zeitstrafen und 7 Siebenmeter verhängt.

Gegen die HSG 4 Zeitstrafen und 5 Siebenmeter –

wer war nun die Mannschaft die unfair gespielt hat?

Feuer in der Mannschaft neu entfacht

  Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Mit einer bärenstarken kämpferischen Leistung gewann die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach das Spitzenspiel in der der Frauenhandball-Bezirksoberliga gegen die TGB Darmstadt mit 21:19 und brachte dem Favoriten die erste Saisonniederlage bei. Damit war nicht zu rechnen. Mit Carolin Sauer und Alina Sauer (sie lief sich zum Schrecken von Darmstadt warm, konnte aber nur bei drei Siebenmetern eingesetzt werden) fehlten der HSG zwei wichtige Säulen, hinzu kamen noch die zuletzt bescheidenden Leistungen gegen Büttelborn und Weiterstadt.

Doch HSG-Trainerin Kata Feldmann hatte ihre Mannschaft aus dem mentalen Tief herausgeholt. Dies wurde vor allem in den Phasen des Spiels deutlich, als die TGB die Oberhand hatte (0:3/3:7/13:15). Hier gab sich keine Spielerin geschlagen, und das Team kam angeführt von der starken Laura Dietrich und der treffsicheren Selin Büyükodabasi zurück ins Spiel.

Beim 7:3 waren die Gäste sogar mit vier Toren in Front. Doch in den letzten zehn Minuten vor der Halbzeit blühte die gesamte HSG nochmals auf. Die Abwehr stand wie ein Bollwerk und im Angriff war nun viel Bewegung und Tempo. Laura Dietrich gelang kurz vor der Pause mit 10:9 erstmals die Führung. Zwar hatte der Tabellenführer den besseren Start in Halbzeit 2 und ging mit 11:10 erneut in Führung, doch die HSG ließ sich nicht unterkriegen. Schwierig wurde die Situation für die Gastgeberinnen Mitte der ersten Halbzeit, als man mit 13:15 zurücklag und einige Probleme in Angriff hatte. Doch Steffi Schmidt mit einem „Hammer“ aus der zweiten Reihe und Laura Dietrich mit einer feinen Eins-gegen-Eins-Aktion brachten ihre Farben zurück ins Spiel. In der 55. Minute wurde beim Stand von 17:17 die dramatische Schlussphase eingeläutet. Lena Mottl und Laura Dietrich erzielten das 19:17, doch Darmstadt glich wieder aus. Nervenstark verwandelte Dietrich einen Siebenmeter zum 20:19 (58.). Anne Mottl parierte den Wurfversuch von Darmstadt und Schmidt nutzt die Manndeckung von Darmstadt zum entscheidenden 21:19-Siegestreffer Sekunden vor dem Schlusspfiff.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft und die Trainerin. Wir haben zwei schwere Wochen hinter uns und viel geredet. Wie Kata die Mannschaft eingestellt hat und wie sich die Mädchen kämpferisch präsentiert haben, war einfach klasse. Der Abschluss der Vorrunde war gleichzeitig die Krönung der Leistung aus den letzten elf Spielen. So kann es im neuen Jahr weitergehen“, sagte Abteilungsleiter Christian Binder. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: Anne Mottl – Büyükodabasi (6), Schmidt (4/1), Alina Sauer (2/2), Lena Mottl (3), Eder (1), Dietrich (5), Nikisch, Vogel, Kaufmann, Röth, Lammer, Kunkel, Jöst. th

Ohne Druck ins Spiel 

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Wäre die Partie in der Frauenhandball-Bezirksoberliga zwischen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach und der TGB Darmstadt vor zwei Wochen angepfiffen worden, hätte sie noch das Prädikat Spitzenspiel verdient gehabt. Doch haben sich die HSG-Frauen zunächst selbst aus dem Kreis der Topfavoriten geschossen. Durch die beiden jüngsten Niederlagen ist die HSG auf Platz drei in der Tabelle zurückgefallen und hat sich aus dem Titelkampf zunächst verabschiedet.

Während die Leistungen der Gastgeberinnen zuletzt zu unbeständig waren, glänzt der Gegner durch Kontinuität. Mehr oder weniger deutlich hat die Truppe von Trainerin Ute May alle Gegner in die Schranken verwiesen und grüßt so mit vier Punkten Vorsprung einsam von Platz eins. Um einer nigkeit für den Rest der Runde zu entgehen, drückt der Rest der Liga der HSG am Sonntag (17.30 Uhr) im Heimspiel die Daumen. Für die HSG geht es in diesem Spiel auch darum, das Handballjahr 2016 versöhnlich zu beenden. Die Mannschaft von Trainerin Kata Feldmann ist zwar stark in die Runde gestartet, musste aber zuletzt Federn lassen. Während die Abwehr weiterhin sehr stabil steht, liegen die Defizite klar im Angriff. Hier fehlt der Druck auf des Gegners Tor und vor allem der torgefährliche Abschluss. Dies hat natürlich auch Feldmann längst erkannt und versucht so fieberhaft. ihre Mannschaft auf Linie zu bringen. Vielleicht hilft es ja, dass die HSG Außenseiter ist. „Wir werden alles tun, um die Begegnung für uns zu entscheiden, doch hat die Mannschaft keinen Druck und kann nur positiv überraschen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Mannschaft alles geben wird, um dem Favoriten Paroli zu bieten. So richtig angreifen werden wir dann im neuen Jahr wieder, wenn alle Spielerinnen an Bord sind“, sagte Feldmann, die auf Carolin und Alina Sauer verzichten muss. th

Selbst das Leben schwergemacht

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn / Wald-Michelbach hatten sich intensiv auf das Spitzenspiel beim Tabellendritten HSG Weiterstadt/Braunshardt/ Worfelden II vorbereitet und wollten Wiedergutmachung für die Pleite gegen Büttelborn – am Ende gab es aber mit 18:22 wieder eine Niederlage. Trainerin Kata Feldmann bestellte ihre Spielerinnen bereits 15 Minuten früher als gewöhnlich in die Halle, um die Mannschaft noch einmal intensiv auf das schwere Spiel einzuschwören. Doch musste die HSG die Ausfälle von Kreisläuferin Sarah Röth und den beiden Rückraumspielerinnen Alina Sauer und Svenja Vogel verkraften. Dadurch kam abermals der Angriff nicht richtig in Fahrt. Dazu trugen auch die 19 technischen Fehler und genauso viele Fehlwürfe bei, die die Mannschaft produzierte.

Dabei machte es die Weiterstädter Spielgemeinschaft den Gästen zunächst noch einfach. Die stark agierende Anne Mottl parierte drei Strafwürfe in Folge und hielt ihre Mannschaft im Spiel. Doch auch ihre Mitspielrinnen schafften es nicht, die Bälle im gegnerischen Tor unterzubringen. So mühten sich beide Mannschaften durch die erste Halbzeit. Weiterstadt lag stets mit einem Treffer in Front, doch die Überwälderinnen konnten zunächst noch nachziehen. Kurz vor der Pause setzten sich Gastgeberinnen mit zwei Toren auf 9:7 etwas ab.

Nach Weiterstadts 11:7 stellte Feldmann den Angriff um. Carolin Sauer rückte in den Rückraum. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Sauer konnte Druck aufbauen. Neben drei Toren holte sie mehrere Strafwürfe heraus, die zunächst von Steffi Schmitt sicher verwandelt wurden. Beim Stand von 17:13 leistete sich die HSG einige Nachlässigkeiten in der Abwehr, welche von den Gastgeberinnen sofort ausgenutzt wurden. Plötzlich stand es 21:13, und alles sah nach einer klaren Niederlage aus. Doch Siedelsbrunn/Wald-Michelbach fing sich noch einmal und legte einen 5:1-Lauf hin. Doch mehr als eine Ergebnisverbesserung zum 18:22-Endstand war nicht mehr drin. „Wir haben es uns wieder sehr schwer gemacht. Insgesamt 19 technische Fehler plus 19 Fehlwürfe – so kann man kein Spiel gegen eine so gute Mannschaft wie Weiterstadt gewinnen. Auch kämpferisch hat mich meine Mannschaft nicht überzeugt. Im Gegensatz zu den anderen Spielen, die wir noch in der Schlussphase gedreht haben, fehlte mir der letzte Einsatzwille und Kampfgeist. Keine übernimmt die Verantwortung bzw. das Spiel in die Hand“, sagte Trainerin Kata Feldmann. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: Anne Mottl – Bauer; Büyükodabasi (6); Dietrich; Eder; Jöst; Kaufmann (1); Kunkel (2); Lammer; Lena Mottl (2); Nikisch; Sauer (3), Schmitt (4/4). th

7:8 ist ein sportliches Desaster

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Fassungslosigkeit herrschte am Sonntagabend in der Sporthalle in Wald-Michelbach. Während die Spielerinnen und Betreuer mit leerem Blick und sprachlos noch lange nach Schlusspfiff in der Halle saßen, verließen die Zuschauer kopfschüttelnd die Halle. Was sie alle gemeinsam in den 60 Spielminuten zuvor gesehen hatten, gab es im aktiven Handball des TV 02 Siedelsbrunn bzw. bei der HSG Siedelsbrunn/ Wald-Michelbach in den vergangenen 25 Jahren nicht. Obwohl die Frauen nur acht Gegentore kassiert hatten, ging das Spiel in der Bezirksoberliga gegen die FSG Büttelborn verloren. Ganze sieben Tore brachten die Gastgeberinnen zustande und verloren so ein Spiel, das man eigentlich gar nicht verlieren kann.

Dabei waren die Rollen vor dem Spiel klar verteilt. Die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach empfing als Tabellenzweiter mit 16:2 Punkten den Tabellenletzten FSG Büttelborn, der nur 2:14 Punkte auf seinem Konto hatte. Es schien also nur die Frage offen, wie hoch sich die Gastgeberinnen durchsetzen würden. Doch kam alles ganz anders. Die HSG-Frauen lieferten speziell im Angriff eine völlig konfuse Leistung ab, die mit Bezirksoberliga-Niveau nichts zu tun hatte. Die Torhüterin von Büttelborn zeigte eine gute Leistung, doch was die HSG-Frauen an klaren Chancen vergaben, hätte trotzdem für einen klaren Erfolg reichen müssen. Wenn man allerdings vor der Pause nur vier Tore wirft und nach dem Seitenwechsel das Ganze dann mit drei Treffern (31./ 47./48.) Minute) noch toppt, kann man auch gegen das Schlusslicht nicht gewinnen. Weder bei der einzigen Führung, die Lena Mottl mit dem 3:2 nach 18 Minuten erzielte, noch nach dem schnellen Ausgleich zum 5:5 zu Beginn der zweiten Halbzeit durch Alicia Lammer gelang die Wende. So nahm die sportliche Katastrophe ihren Lauf, die nach dem 7:7 durch Elli Kaufmann in 48. Minute noch abzuwenden schien. Büttelborn brachte es in den letzten zehn Minuten wenigstens noch auf einen Treffer und schaffte so, dass scheinbar Unmögliche, ein Spiel in der Bezirksoberliga mir nur acht erzielten Treffern zu gewinnen.

„Ich bin sprachlos. Dass ich ein solches Desaster im Frauenhandball nochmals erleben muss, habe ich nicht mehr gedacht. Vielleicht hatten die Mädchen schon die beiden Spitzenspiele gegen Weiterstadt und Darmstadt im Kopf und haben den Gegner auf die leichte Schulter genommen. Anders kann ich mir die Leistung nicht erklären“, sagte HSG Pressewart Siegfried Röth. th

Feldmann will Fortschritte sehen

Die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach ist am Sonntag (17.30 Uhr) im Heimspiel der Frauenhandball-Bezirksoberliga gegen die FSG Büttelborn klarer Favorit. Mit 16:2 Punkten steht die HSG auf Platz zwei. Ganz hinten hingegen rangiert mit 2:14 Punkten der kommende Gegner aus Büttelborn. Doch wird man im Lager der HSG sicherlich gut daran tun, diese Begegnung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Schon im letzten Jahr musste die HSG in Büttelborn hart kämpfen, bis der Sieg unter Dach und Fach war. Trainerin Kata Feldmann hat mit ihrer Truppe wieder konzentriert gearbeitet und möchte weitere Fortschritte sehen. Personell kann sie dabei bis auf Alina Sauer aus dem Vollen schöpfen. th 

BA vom 24.11.2016

FSG Biblis/Gernsheim – HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach 20:22 (11:11). Nur knapp schrammte Biblis/Gernsheim gegen den Tabellenzweiten an einer Überraschung vorbei. Bis zur 40. Minute sah FSG-Coach Sascha Köhl „ein Superspiel“ seiner Mannschaft. „Danach haben wir leider aufgehört zu spielen. Wieder eine Niederlage, die nicht notwendig war.“ Fünf Gegentreffer in Folge kosteten die FSG den Sieg.Spielfilm: 2:4, 4:4, 5:6, 8:7, 10:8, 11:9, (11:11), 13:15, 17:15, 17:16, 19:16, 19:21, 20:21, 20:22. FSG-Tore: Sandra Schnellbach (6/2), Kerstin Bonifer (4), Liboria Romano (3), Denise Neumann (3), Saskia Laudenbach (2), Jennifer Müller, Sandra Reinhardt.

Ein Ruck geht durchs Team

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Wie schon eine Woche zuvor lieferten sich die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach einen spannenden Kampf. Gegner diesmal war die Frauenspielgemeinschaft aus Biblis und Gernsheim. Trainerin Katarzyna Feldmann musste auch diesmal mit Alina Sauer und Svenja Vogel auf wichtige Rückraumspielerinnen verzichten. Dennoch gingen die Überwälderinnen leicht favorisiert in die Partie. Doch dieser Rolle wurde die Mannschaft beim 22:20-Sieg erst zum Ende der Partie gerecht.

Zwar starteten die Gäste zunächst etwas besser in die Partie und konnten zunächst vorlegen. Davon unbeeindruckt machte Biblis/Gernsheim besonders in den ersten 30 Minuten viel Druck und konnte allzu oft nur regelwidrig gestoppt werden. Die fälligen Strafwürfe – sechs an der Zahl – wurden von Sandra Schnellbach sicher verwandelt. Die HSG tat sich im Angriff zunehmend schwerer, konnte das Spiel dennoch ausgeglichen gestalten. Mitte der ersten Halbzeit drehte Biblis/Gernsheim die Partie und setzte sich erstmals mit zwei Toren ab. Mit einem kleinen Endspurt schafften die Gäste noch den 11:11-Pausenstand.

Die Überwälderinnen setzten sich nach dem Wechsel auf 15:13 ab. Doch dann verloren sie die Zuordnung in der Abwehr. Biblis/Gernsheim nutzte die Räume geschickt aus und drehte abermals die Partie. Plötzlich stand es 19:16 für die Gastgeber.

Doch die Feldmann-Truppe steckte nicht auf. Mit viel Laufbereitschaft wurden Räume geschickt zugeschoben und die FSG wurde so zu Fehlern gezwungen. Auf die Balleroberungen folgten Treffer von Steffi Schmitt und Elena Kaufmann. Dann klatschte Selin Büyükodbasi einen eigentlich zu weit nach vorne gepassten Tempogegenstoß zum Ausgleich ins Tor. Jetzt ließ sich die HSG nicht mehr stoppen und erhöhte auf 21:19. Biblis/Gernsheim gelang in diese Phase nur noch ein Treffer. Den Schlusspunkt setzte Steffi Schmitt mit ihrem sechsten reichen Strafwurf zum 22:20. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Mottl – Büyükodbasi (2), Eder (2), Dietrich (1), Jöst, Kaufmann (3), Kunkel (1), Lammer, L. Mottl (1), Nikisch, Röth (1), Sauer (2), Schmitt (9/6). th

Auch bei der FSG wieder Vollgas geben

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Im Spiel gegen die ESC Crumstadt- Goddelau haben die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach das Spiel noch in letzter Minute zu ihren Gunsten gedreht. Ohne Sauer, Kunkel und Dietrich konnte die HSG vor allem kämpferisch überzeugen, leistete sich aber auch sehr viele technische Fehler.

Das Spiel gegen Crumstadt hat aber auch gezeigt, dass die HSG in jedem Spiel Vollgas geben muss, will sie weiterhin mit an der Tabellenspitze bleiben. Vollgashandball wird auch am kommenden Samstag um 18 Uhr von Nöten sein, wenn die HSG bei der FSG Biblis/Gernsheim antreten muss.

Die Gastgeberinnen haben sich in dieser Saison unter ihrem neuen Trainer weiter verbessert und können mit einigen interessanten Ergebnissen, unter anderem einem klaren Sieg gegen Fürth/Krumbach aufweisen. Schon in der letzten Saison tat sich die HSG in Biblis sehr schwer und verlor klar.

Doch hat sich auch die HSG weiterentwickelt und überzeugt vor allem in der Abwehr und im Tempospiel. Hinzu kommt, dass sich die Personalsituation für das kommende Wochenende wieder verbessert. So werden Anne Kunkel und Laura Dietrich wieder mit von der Partie sein. Der Einsatz von Alina Sauer kommt noch zu früh und hinter Johanna Eder steht ein Fragezeichen.

So fährt die HSG insgesamt recht zuversichtlich ins Ried und will mit einem Sieg Tabellenführer Darmstadt auf den Fersen bleiben. Das Spiel findet in Gernsheim statt. th

Die junge Alica Lammer bleibt eiskalt

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. „Siebenmetertöterin“ Anne Mottl und der Nervenstärke von Youngster Alica Lammer haben es die Frauen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach zu verdanken, dass sie im Handballkrimi gegen die ESG Crumstadt/Goddelau mit 19:18 die Oberhand behalten konnten. Es war nichts für schwache Nerven, was sich in den letzten 20 Minuten abspielte. In der 40. Minute lag die HSG mit 16:18 im Rückstand und die Gäste aus Crumstadt hatten die Riesenchance, auf drei Tore zu erhöhen. Doch Nina Strauch, die zuvor alle Tempogegenstöße sicher verwandelt hatte, setzte einen Heber übers Tor und die Gastgeberinnen waren noch im Spiel.

Dann wurde es hektisch. Zunächst erzielte Lena Mottl mit einem schönen Spielzug den 17:18-Anschlusstreffer. In den folgenden Minuten hatte die HSG in doppelter Überzahl gleich eine Reihe von klarsten Chancen. Doch immer wieder scheiterte die HSG an der starken Torhüterin von Crumstadt, sodass den Überwälderinnen die Zeit davonlief. Den Gästen gelang dank der aufmerksamen Abwehr der HSG zwar nun auch zwölf Minuten kein Treffer mehr, doch die HSG machte es nicht besser. Es liefen schon die letzten beiden Spielminuten, und die Feldmann-Truppe lag noch immer mit einem Treffer im Rückstand. Dann jedoch kam der Auftritt von Alica Lammer, die zunächst einen von Johanna Eder herausgeholten Siebenmeter sicher verwandelte. Sie selbst setzte dann den vorläufigen Schlusspunkt, als sie 30 Sekunden vor Schluss der Partie zunächst nur siebenmeterreif gefoult werden konnte und diesen Strafwurf anschließend zum 19:18 verwandelte.

Mottl hält fünf Siebenmeter

Crumstadt kam zwar noch zu einem Freiwurf, doch Anne Mottl, die zuvor schon fünf Siebenmeter gehalten hatte, zeigte sich auch hier auf dem Posten. Der Spielverlauf ließ ein so dramatisches Ende nicht erwarten. Die Gastgeberinnen kamen zwar schwer in die Partie, leisteten sich viele technische Fehler und lagen mit 2:5 zurück. Doch dann übernahm die Feldmann-Truppe bis zur Pause das Kommando. Besonders wenn die HSG schnell spielte, stellte sich auch der Torerfolg ein. Nach dem 8:7 wurde eine 12:8-Halbzeitführung herausgeworfen.

Als Alica Lammer gleich nach Wiederanpfiff zum 13:8 traf, schien das Spiel einen klaren Verlauf zu nehmen. Doch machte sich die HSG das Leben selbst schwer. Immer wieder erlaubte man sich technische Fehler, die Crumstadt geschickt zu Tempogegenstößen nutzte. Während sich die Gastgeberinnen jeden Treffer hart erarbeiten mussten, kam Crumstadt so zu einigen einfachen Toren und Mitte der zweiten Halbzeit stand es 16:16, ehe die dramatische Schlussphase eingeleitet wurde. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Mottl – Büyükodabasi (2), C. Sauer (3), Bauer, Vogel , L. Mottl (1), Schmitt (3/2), Lammer (3/2), Nikisch (2), Lampert, Jöst, Eder (3), Kaufmann (2). th

Plötzlich Personalsorgen

 Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Im bisherigen Rundenverlauf hatte die Trainerin der Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach immer mit dem Luxus zu kämpfen, mehr Spielerinnen an Bord zu haben, als sie auch tatsächlich einsetzen kann. Für das Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr) gegen die ESG Crumstadt/Goddelau haben sich die Voraussetzungen jedoch grundlegend gewandelt. Mit Laura Dietrich, Anne Kunkel und Alina Sauer fällt Katarzyna Feldmann fast der komplette Rückraum der Stammsechs aus. „Wir müssen damit leben, dass uns diese Spielerinnen nicht zur Verfügung stehen und das Beste daraus machen. Spielerinnen wie Steffi Schmitt, Lena Mottl und auch Svenja Vogel haben in der Vergangenheit gezeigt, dass auf sie Verlass ist, wenn sie gefordert werden. Mit Johanna Eder und Alicia Lammer haben wir noch weitere Spielerinnen in der Hinterhand, die auch auf den Rückraumpositionen eingesetzt werden können“, sagte HSG-Pressewart Siegfried Röth.

Der Gast steht in der Tabelle zwar einige Plätze hinter der HSG, ist aber nicht zu unterschätzen ist. So auch der Eindruck von Trainerin Feldmann, die den Gegner beobachtete: „Sie führen ein gutes, geduldiges und vor allem variables Angriffsspiel. In der Abwehr sind sie eher angreifbar.“ th

Homepage des HHV Bezirk Darmstadt

TuS Zwingenberg — HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach 29:27 (16:15)
Autor: Daniel Brendle

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Alina Sauer

Der TuS Zwingenberg ist in der Bezirksoberliga der Damen immer für eine Überraschung gut, in beide Richtungen: Nach der unnötigen Pleite in Fürth am letzten Spieltag sorgten die Bergsträßerinnen mit einem umkämpften 29:27 (16:15)-Heimsieg über die bis dato verlustpunktfreie HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach diesmal für eine positive — aus Sicht des TuS. Damit ist die TGB Darmstadt alleiniger Tabellenführer — beim deutlichen 33:20 über die HSG Langen ließ das Team von Ute May nichts anbrennen und holte den siebten Sieg in Serie.
In der Alsbacher Melibokushalle entwickelte sich am Samstagabend ein Duell auf Augenhöhe und eine bis zum Schluss spannende Partie auf gutem BOL-Niveau. Zwingenberg legte von Beginn an vor, bis zum 6:5 immer einen Treffer, den die HSG prompt ausglich, beim 8:6 zum ersten Mal zwei Treffer. Der TuS hatte sich gegen die offensive Abwehr der Gäste die richtige Taktik zurecht gelegt und kam über alle Positionen zum Torerfolg, Siedelsbrunn/Wald-Michelbach kam über den Rückraum inklusive Zusammenspiel mit Kreisläuferin Elena Kaufmann zum Erfolg.

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Ewelina Bobusia

Ein Knackpunkt passierte noch in der ersten Halbzeit: HSG-Spielmacherin Alina Sauer stieß in der 15. Minute, beim Stand von 9:8, mit TuS-Kreisläuferin Janine Hofmann Kopf an Kopf zusammen und fiel mit einem Nasenbeinbruch aus. Gute Besserung an dieser Stelle!
Das Gäste-Team von Trainerin Katarzyna Feldmann brauchte kurz, um sich von diesem Schock zu erholen und lag mit 11:14 im Hintertreffen. Dann sprang Steffi Schmitt ein und ließ ihre Torgefährlichkeit aufblitzen: Am Ende waren es zehn Treffer von der auftrumpfenden Halblinken. So ging es von Zwingenberger Seite aus „nur“ mit einem 16:15 in die Kabinen, obwohl die kurz zuvor eingewechselte Janine Rohde noch zwei Strafwürfe parierte.
Im zweiten Abschnitt blieb es bis zum 20:19 eng, dann zog Zwingenberg über 22:19 auf 27:23 davon und sah fünf Minuten vor dem Abpfiff schon wie der sichere Sieger aus. Grund dafür, dass der die Mannschaft von Daniel Brendle und Giuseppe D’Amico auf die Siegerstraßen einbog, war die sich stabilisierende Abwehr, in der Janine Hofmann auf der vorgezogenen Positonen und Ewelina Bobusia als Abwehrchefin Schwerstarbeit leisteten und Tina Schneider sich in die Aktionen von Steffi Schmitt biss und deren Kreise einengte. In der Offensive war man weiterhin ausgeglichen besetzt, Linksaußen Franziska Zubrod überzeugte mit einer 100%igen Quote.
Doch Siedelsbrunn/Wald-Michelbach ließ nicht locker, nutzte nach dem Treffer zum 24:27 zwei ausgelassene Chancen von Zwingenberg zu zwei schnellen Kontertoren: 26:27 und die Feldmann-Sieben schnupperten knapp eine Minute vor Schluss wieder an einem Punktgewinn. Zwingenberg holte einen Strafwurf heraus, den Sonja Rücker sicher verwandelte, und eroberte sich ein weiteres Mal den Ball: Rücker spielte Bobusia an und die Spielmacherin belohnte sich für eine starke Leistung mit dem 29:26.
Der TuS eroberte sich mit diesem Coup den dritten Platz und ist wieder in Schlagdistanz. Die HSG will mit einem Heimsieg über Crumstadt/Goddelau am kommenden Wochenende zurück in die Erfolgsspur und im Aufstiegskampf keine unnötigen Punkte liegen lassen.

TuS-Tore: Mirela Kaczynska (9/6), Franziska Zubrod, Ewelina Bobusia (je 5), Janine Hofmann, Sonja Kübelbeck (je 3), Sonja Rücker (3/1), Sibylle Droll (1).
HSG-Tore: Steffi Schmitt (10/3), Elena Kaufmann, Anne-Christin Kunkel, Selin Büyükodabasi (je 3), Johanna Eder, Alina Sauer, Svenja Vogel (je 2), Lena Mottl, Carolin Sauer (je 1).
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Die Abwehr zeigt ungewohnte Schwächen

 Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Die Siegesserie der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach ist gerissen. Im Spitzenspiel der Frauenhandball-Bezirksoberliga unterlag die HSG beim TuS Zwingenberg knapp mit 27:29.

Die HSG, die bislang stets in Bestformation antreten konnte, musste auf die erkrankte Laura Dietrich verzichten. Nach 15 Minuten war die Partie für die bis dato stark spielende Alina Sauer beendet. Nach einem unglücklichen Zusammenprall musste mit dem Verdacht auf Nasenbeinbruch die Halle verlassen. Dies war natürlich ein Schock. Trotz dieser Ausfälle kämpfte die HSG bravourös und hatte bis zwei Minuten vor Schluss noch die Möglichkeit zum Sieg. Die Feldmann-Truppe leistete sich eine Flut von technischen Fehlern und die Abwehr war löchrig. Die HSG bekam die flinken und technischen guten Zwingenbergerinnen nicht in den Griff. Ständig war man einen Schritt zu spät dran und auch das gegenseitige Aushelfen fehlte fast komplett.

Nach 20 Minuten konnten sich die Gastgeberinnen beim 14:11 erstmals mit drei Treffern absetzen. Doch bis zur Pause war die HSG dank einer starken Steffi Schmitt beim 16:15 wieder auf einen Treffer dran. Auch im zweiten Durchgang änderte sich der Spielverlauf nicht. Die HSG schaffte es nicht, dem Spiel die Wende zu geben. So sah Zwingenberg beim 27:23 in der 55. Minuten schon wie der sichere Sieger aus. Doch angeführt von Selin Büyükodabasi gelang es der HSG in der 57. Minute beim 26:27 wieder auf Tuchfühlung zu gehen. Zwingenberg nahm eine Auszeit, die Wirkung zeigte und mit zwei Treffern in Folge machte die Heim-Sieben alles klar, ehe Steffi Schmitt der letzte Treffer des Spiels gelang. „Kämpferisch kann man unserer Truppe keinen Vorwurf machen. Sie hat die beiden Ausfälle versucht zu kompensieren, was aber nicht ganz gelang. Schade nur, dass die Abwehr nicht ihren besten Tag erwischt hat, sonst wäre sicherlich mehr drin gewesen“, sagte HSG-Pressewart Siegfried Röth. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Mottl – Alina Sauer (2), Kunkel (3), Büyükodabasi (3), Carolin Sauer (1), Röth, L. Mottl (1), Schmitt (10/3), Vogel (2), Lammer, Kaufmann (3), Nikisch, Eder (2), Jöst. th

Vorbericht der TUS Zwingenberg im BA

Frauenhandball: TuS Zwingenberg ist beeindruckt vom kommenden Gegner HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach

Die Handschrift der neuen Trainerin

Zwingenberg. Dass die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach eine schlagkräftige Mannschaft in der Frauenhandball-Bezirksoberliga am Start hat, dessen war sich die Konkurrenz im Vorfeld bewusst. Aber dass die Überwälderinnen nach sechs Spieltagen gemeinsam mit dem haushohen Favoriten TGB Darmstadt verlustpunktfrei die Liga anführt, damit hatten die wenigsten gerechnet. Auch Giuseppe D’Amico, Trainer des TuS Zwingenberg, ist überrascht: „Ich haben Siedelsbrunn weit vorne gesehen. Aber diese Dominanz war nicht unbedingt zu erwarten“, so der Coach, der am Samstag um 18.15 Uhr in der Melibokusschule in Alsbach mit seinem Team auf die HSG trifft.

 Bei Siedelsbrunn/Wald-Michelbach ist die Handschrift der neuen Trainerin Katarzyna Feldmann zu erkennen. Die B-Lizenz-Inhaberin legt viel Wert auf eine stabile Deckung und auf eine individuelle Stärke der Spielerinnen. D’Amico sieht die Überwälderinnen im direkten Duell am Samstag als Favorit an, zumal er wieder auf die beruflich verhinderte Sophie Rausch verzichten muss. „Aber chancenlos sind wir nicht. Und etwas Druck haben wir jetzt leider auch schon“, blickt der TuS-Trainer auf die unnötige 29:31-Niederlage vom vergangenen Wochenende bei Fürth/Krumbach zurück: „Diese Punkte müssen wir jetzt irgendwo zurückholen.“

Zu Hause eine Macht

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Mit 12:0 und einer Tordifferenz von plus 41 rangieren die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach derzeit auf Platz zwei in der Tabelle nur ein Tor hinter Spitzenreiter Darmstadt. Während sich die Abwehr mit nur 101 Gegentreffern bislang überragend präsentiert hat, zeigt man im Angriff immer wieder mal Schwächephasen. Allerding gibt gerade die Schlussphase des Spiels gegen Egelsbach Hoffnung, dass die HSG dieses Manko auch bald ausmerzen kann.

Unterzahl gut überstanden

Diesen Eindruck hat auch Trainerin Kata Feldmann: „Die zahlreichen Phasen des Unterzahlspiels – insgesamt zehn, teilweise völlig einseitige Zeitstrafen – wurden sehr gut überstanden. Die Mädels, geführt von einer starken Alina Sauer und in der Abwehr unterstützt von einer überragenden Anne Mottl, haben bis zum Schluss gekämpft und in den letzten zehn Minuten einen Erste-Sahne-Handball präsentiert.“

Wie weit die HSG-Frauen in ihrer Entwicklung wirklich sind, wird sich am kommenden Samstag um 18.15 in Alsbach zeigten, wenn man in der Melibokusschule beim Tus Zwingenberg zu Gast ist. Die Gastgeberinnen haben bislang ebenfalls eine starke Runde gespielt, mussten sich aber am vergangenen Sonntag überraschend der HSG Fürth/ Krumbach geschlagen geben. „Zwingenberg ist zu Hause eine Macht. Hier haben wir uns bislang immer schwergetan. Wenn wir diese Partie erfolgreich gestalten wollen, muss schon alles stimmen. Doch wie sich unsere Mannschaft in den letzten Wochen gerade auch im Hinblick auf Einsatzwille und mannschaftliche Geschlossenheit gesteigert hat, macht mich zuversichtlich, dass wir auch gegen Zwingenberg bestehen können“, sagte HSG-Mannschaftbetreuer Siegfried Röth.

Zwingenbergs Coach Giuseppe D´Amico kennt die Überwälderinnen ganz genau und wird sich etwas überlegen, um die Feldmann-Truppe aus dem Tritt zu bringen. th

Anne Mottl vernagelt ihr Tor

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Schwerer als erwartet taten sich die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach in ihrem Heimspiel gegen die SG Egelsbach. Das Endergebnis in Höhe von 24:16 spiegelt denn tatsächlichen Spielverlauf nur bedingt wider, stand es doch nach 40 Minuten noch 16:16.

Zunächst begann die Partie vor fast leeren Rängen, dann wiederum, als die HSG vom Besuch des Spiels der Rhein Neckar Löwen zurückkam, war die Halle fast voll. Im Spiel gab es insgesamt zwölf Zeitstrafen, davon neun gegen die Gastgeberinnen, auch dieser Wert hat Seltenheit. Hinzu kamen noch 16 Siebenmeter, wobei das Pendel mit 12:5 klar für die SG Egelsbach ausschlug. Allerdings konnten die Gäste diese Möglichkeiten nur bedingt nutzen, scheiterten sie doch gleich viermal an der starken Anne Mottl im Tor.

Die Gastgeberinnen legten zwar mit 2:0 gut los, bekamen das Spiel aber nie richtig in den Griff. Egelsbach war von Trainer Karsten Gutzeit gut eingestellt und versuchte vor allem, über Tempo zum Erfolg zu kommen, was teilweise auch gelang. So entwickelte sich bis Mitte der ersten Halbzeit beim 7:5 eine ausgeglichene Partie. Dann setzten sich die Gastgeberinnen mit 10:6 leicht ab. Egelsbach ließ sich nicht beeindrucken und verkürzte bis zur Pause auf 9:11.

Nach der Pause erhöhte die HSG durch Laura Dietrich und Elli Kaufmann auf 14:9. Während die Abwehr der HSG weiterhin sehr gut stand, fehlte im Angriff oft der letzte Zug zum Tor bzw. die Konzentration beim Abschluss. So wurde die Partie nochmals spannend, und beim 16:16 in der 40. Minute war das Spiel wieder komplett offen, zumal die HSG in Unterzahl agieren musste. Doch gerade jetzt verstand es die Mannschaft von Trainerin Kata Feldmann, dem Spiel die entscheidende Wende zu geben. Anne Mottl vernagelte ihr Tor, und angeführt von der starken Alina Sauer legten die HSG-Frauen nach vorne kräftig zu. Auch die dritte Zeitstrafe und die damit verbundene rote Karte für die ebenfalls stark spielende Laura Dietrich konnte die HSG nicht mehr aus der Bahn werfen.

Mit einen 6:0-Lauf schaffte der Tabellenzweite beim 22:16 die Vorentscheidung. Bemerkenswert, dass der HSG in dieser Phase auch bei doppelter Unterzahl noch ein Treffer gelang. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Mottl – (3), Kunkel (2), Büyükodabasi (3), C. Sauer (1), Röth, L. Mottl, Schmitt (2/1), Vogel (2), Lammer, Dietrich (4), Kaufmann (2), Nikisch, Jöst. th

HSG-Frauen wollen ihre Serie

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Der Start in die neue Saison verlief für die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/ Wald-Michelbach sehr gut. Mit 10:0 Punkten liegt man derzeit auf Platz zwei der Tabelle punktgleich mit Spitzenreiter Darmstadt. Auch Trainerin Kata Feldmann zeigte sich in einem OZ-Interview mit dem bisherig Erreichten zufrieden. Feldmann hat die Pause genutzt, um mit der Mannschaft weiterhin intensiv zu arbeiten. Schon am nächsten Sonntag um 17.30 Uhr wartet auf die HSG im Heimspiel gegen die SG Egelsbach die nächste Herausforderung. Mit der SG Egelsbach hatte die HSG in der letzten Saison ihre liebe Mühe und verlor auswärts um ein Tor. Inzwischen hat Karsten Gutzeit in Egelsbach als Trainer angeheuert, ein Fachmann in Sachen Frauenhandball, den einige wohl noch aus den Duellen der HSG Weiterstadt gegen den TV 02 Siedelsbrunn kennen. Die Mannschaft ist fit, Ausfälle gibt es derzeit keine. th

Jahrelang das Gesicht des Gegners

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Die neue HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach ist mit fünf Siegen optimal in die Runde gestartet und führt die Tabelle der Frauenhandball-Bezirksoberliga zusammen mit der TGB Darmstadt an. Wir fragten die neue HSG-Trainerin Katarzyna Feldmann nach ihren Eindrücken nach viereinhalb Monaten im Überwald.

Frau Feldmann, wie fällt Ihr erstes Fazit aus?

Katarzyna Feldmann: Ich bin mit dem Start zufrieden. Wir sind aktuell ein stolzer Tabellenführer, mit dem eigentlich keiner gerechnet hat. Natürlich läuft einiges noch nicht rund, aber die zehn Punkte beflügeln und motivieren für die nächsten Begegnungen. Meine Mannschaft ist zwar vom perfekten Handball aktuell weit entfernt, aber sie glaubt an sich und kämpft 60 Minuten lang. Das sind sehr gute Voraussetzungen, um mit Gegnern wie Darmstadt, Zwingenberg und Weiterstadt mithalten zu können.

Der Wechsel nach vielen Jahren in Fürth zur HSG war ja nicht ganz einfach, im letzten Jahr spielten Sie noch gegen Siedelsbrunn. Wie sind Sie im Überwald aufgenommen worden, gab es irgendwelche Vorbehalte?

Feldmann: Ja, ich glaube, es gab einige überraschte Gesichter, als die Zeitung davon zum ersten Mal berichtete. Viele Personen schrieben mich deswegen extra an, weil sie es nicht geglaubt hatten. Aber es waren alles positive Meldungen – viele wünschten mir viel Erfolg und Spaß in der neuen Aufgabe als Trainerin. Aber auch im Überwald wurde ich sehr positiv aufgenommen, zwar am Anfang noch mit ein wenig Distanz, da mein Gesicht jahrelang zum Gegner gehörte, aber es wird immer herzlicher, offener und heimischer.

Zurück zum sportlichen Teil: Ihre Trainings- und Spielauffassung unterscheidet sich doch deutlich von denen Ihres Vorgängers Jozef Skandik. In wie weit kann die Mannschaft Ihre Ideen schon umsetzen?

Feldmann: Ja, ich habe eine ganz andere Spielphilosophie. Es fängt mit der offensiven Abwehr an und endet mit der individuellen Leistungsfähigkeit der Spielerinnen. Wir sind erst ganz am Anfang unserer Arbeit, denn mit drei Stunden Training in der Woche kann man in so kurzer Zeit noch nicht viel bewegt haben. Die neu eingeführte Abwehr wird immer besser, die Abläufe klarer – wir nehmen jedes Spiel auf, analysieren es gemeinsam und klären offene Fragen. Im Angriff brauchen wir noch Zeit, wir müssen verstärkt an den Basics arbeiten, um überhaupt auf die nächsten Schritte einzugehen. Die Mädels sollen das Handballspiel verstehen und nicht vorprogrammierte Spielzüge abspielen. Dies alles braucht viel Zeit, vielleicht eine komplette Runde. Das ist aber in Ordnung, denn wir wollen langfristig Erfolg haben.

Wo sehen Sie momentan die Stärken ihrer Mannschaft?

Feldmann: Klar in der Abwehr. Vor allem weil die 3:2:1-Abwehr gut zu den Mädels passt, sie fühlen sich wohl mit der offensiven Deckung. Neben der soliden Abwehrleistung – aktuell die stärkste in der Liga – möchte ich den Kampfgeist hervorheben. Denn egal wie viele Fehler sie auf dem Feld produzieren – und es sind aktuell nicht gerade wenige – sie geben sich nie auf.

Und wo sehen Sie noch den größten Verbesserungsbedarf?

Feldmann: Chancenauswertung und Reduzierung der technischen Fehler. Wenn wir in den nächsten Monaten das gut in den Griff bekommen, dann sind wir auf einem guten Weg, um oben mithalten zu können.

Was erwarten Sie sich von dem weiteren Verlauf der Runde?

Feldmann: Ich wünsche mir, dass alle Mädels fit bleiben und weiterhin so fleißig und vor allem gerne ins Training kommen. Das ist die wichtigste Grundvoraussetzung für jeden Trainer und jeden Erfolg der Mannschaft. th

Viele technische Fehler hemmen das Spiel

.Groß war die Erleichterung in den Reihen der Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/ Wald-Michelbach nach dem knappen 20:17-Sieg bei der HSG Dornheim/Groß-Gerau. Der Tabellenführer aus dem Odenwald war als klarer Favorit nach Groß-Gerau gereist, doch konnte man dieser Favoritenstellung über die gesamten 60 Minuten nur selten gerecht werden. Schuld daran war zu einem die schwache Angriffsleistung, zu anderen die große kämpferische Leistung der Gastgeber mit einer starken Meike Dörr im Rücken.

Dabei fing die Partie aus Sicht der HSG recht gut an. Zweimal Alina Sauer sowie ein Tempogegenstoß von Selin Büyükodabasi sorgten für eine schnelle 3:0-Führung. Die Gastgeberinnen benötigen zehn Minuten, ehe sie durch einen verwandelten Siebenmeter von Nane Stumpf zu ihren ersten Treffer kamen. Doch die Mannschaft von Trainerin Kata Feldmann brachte es an diesem Tag einfach nicht fertig, diese Führung auszubauen beziehunsgweise sich entscheidend abzusetzen. Vor allem im Angriff hakte es an diesem späten Nachmittag an allen Kanten und Ecken. Neben dem Luxus des Auslassens einiger klarer Torchancen, produzierten die Gäste auch noch jede Menge technische Fehler. Die Gastgeberinnen nahmen die Einladungen der HSG dankend an, drehten das Spiel und gingen mit 8:7 in Führung, ehe Elli Kaufmann der 8:8-Ausgleich gelang.

Auch im zweiten Durchgang hatte der Tabellenführer zunächst die Nase vorne. Beim 16:12 nach 45 Minuten schien die Partie gelaufen. Vor allem Alina Sauer, Johanna Eder und Laura Dietrich spielten zu diesem Zeitpunkt ihre Stärken aus. Doch angetrieben durch die starke Ricarda Becker auf Rückraummitte, kam die Mannschaft von Yvonne Thon nochmals heran.

Die Schlüsselszene spielte sich dann in 56. Minute ab. Beim Stand von 18:16 und Unterzahl für die HSG konnte Anne Mottl einen Siebenmeter abwehren und Laura Dietrich auf der Gegenseite das vorentscheidende 19:16 erzielen, ehe die gleiche Spielerin mit ihrem sechsten Treffen zum 20:17 alles klar machte.

HSG Trainerin Kata Feldmann: „Wir waren nicht bei der Sache – 21 technische Fehler sind die Bestätigung für ein unkonzentriertes Auftreten. An der Abwehr gibt es nicht groß zu meckern, trotz einiger Nachlässigkeiten haben wir am Ende unseren Schnitt von 17 Toren halten können. Im Angriff haben wir diesmal zu ängstlich und unclever gespielt und vor allem das Tempospiel war kaum erkennbar. Das können wir besser.“ HSG: Sauer 6/3, Kunkel 2, Büyükodabasi 1, Sauer, Röth, L. Mottl, Schmitt, Lammer, Dietrich 6, Kaufmann 2, Eder 2, Nikisch, A. Mottl. th

Wiedersehen mit Meike Dörr

OZ 13.10.2016 Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Nur eine Woche nach dem Spitzenspiel bei der HSG Langen steht den Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach die nächste knifflige Aufgabe ins Haus. Die Feldmann Truppe muss am Sonntag um 16 Uhr beim Landesligaabsteiger HSG Dornheim/Groß-Gerau antreten.

Die Gastgeberinnen sind bislang noch nicht so richtig in der neuen Klasse angekommen. Ein Grund dafür ist sicherlich der große personelle Umbruch, der sich nach dem Landesligaabstieg ergeben hat. Mit Jung oder den Heidenreich-Zwillingen stehen Leistungsträgerinnen nicht mehr zur Verfügung, die in den letzten Jahren noch das Gesicht der Mannschaft geprägt hat. Verstärkung für die Mannschaft von Trainerin Yvonne Thon gab er vor allem vom Bezirksligaabsteiger Erfelden.

Ein besonders Erlebnis wird dieses Spiel sicherlich auf wieder für die Torhüterin der HSG Dornheim/Groß-Gerau, Meike Dörr, die jahrelang beim TV 02 Siedelsbrunn gespielt hat und daher einige der jetzigen Aktiven noch sehr gut kennt. Doch am Sonntag werden alte Freundschaften keine Rolle mehr spielen. Die Gastgeberinnen werden mit aller Macht auf den zweiten Saisonsieg drängen. „Ich bin gespannt, wer am Sonntag bei der HSG aufläuft. Ich könnte mir schon vorstellen, dass die HSG noch die eine oder andere ältere Spielerin reaktivierte und uns eins auswischen möchte“, so Pressewart Siegfried Röth. Für Siedelsbrunn/Wald-Michelbach geht es darum, die bislang glänzende Ausgangsposition nicht leichtfertig herzugeben. Vor diesem Hintergrund fordert TV-Trainerin Katarzyna Feldmann wieder volle Konzentration auf dieses Spiel und hat ihre Mannschaft in dieser Woche intensiv auf den Gegner vorbereitet. Personell stehen ihr dabei alle Optionen offen, so wird wohl auch Johanna Eder auflaufen können. th

Mit weißer Weste an der Tabellenspitze

 Langen. Die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach hat das Spitzenspiel in der Bezirksoberliga der Handballfrauen am Ende doch noch recht klar mit 22:18 Toren gewonnen. Die Überwälderinnen bauten durch den Sieg bei der HSG Langen ihre Bilanz auf nunmehr 8:0 Punkte aus und stehen weiterhin an der Spitze der Tabelle, gefolgt von der punktgleichen TGB Darmstadt.

Der Gast musste sie jedoch ein hartes Stück Arbeit verrichten. Das Spitzenspiel zwischen den beiden bis dato noch ungeschlagenen Mannschaften bot wie erwartet keine spielerischen Höhepunkt, sondern war von Kampf geprägt. „In Langen geht es nur über den Kampf, den musst du annehmen“, so HSG-Pressewart Siegfried Röth. Die Mädels von Trainerin Kata Feldmann nahmen diesen Kampf auch bedingungslos an und überzeugten abermals durch eine aggressive Abwehrarbeit. Gerade in der Defensive lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Im Angriff hingegen waren es auf beiden Seiten mehr Einzelaktionen, die zum Erfolg führten.

Den besseren Start erwischten zunächst die Gäste. Alina Sauer und Steffi Schmidt trafen schnell zum 2:0. Doch bis Mitte der ersten Halbzeit konnten sich die Gastgeberinnen einen 5:4-Vorsprung erspielen. Nun mussten die Gäste auch noch in Unterzahl agieren. Doch löste man diese Aufgabe mit Bravour und machte durch Tore von Laura Dietrich und Anne Kunkel aus Rückstand eine 6:5-Führung. Mit 10:11 wurden dann die Seiten gewechselt.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte wieder die Feldmann-Truppe. Beim 15:11 nach knapp 40 Minuten schienen die Überwälderinnen bereits auf der Siegerstraße. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Die Gäste leisteten sich technische Fehler, ließen zwei große Chancen aus und schon war die Partie beim 16:15 wieder offen.

Zehn Minuten vor dem Ende führte die HSG knapp mit 17:16 und eine spannende Schlussphase stand bevor. Doch nun zeigen zwei taktische Maßnahmen von Trainerin Feldmann Wirkung. Svenja Vogel nahm die stärkste Angreiferin von Langen, Tamara Scheich, aus dem Spiel und im Angriff verzichtete man nach der engen Deckung gegen Alina Sauer auf die Kreisläuferposition. So bauten Selin Büyükodabasi und Laura Dietrich die HSG-Führung auf 21:16 aus. Endgültig sicherte Steffi Schmidt ihrer Mannschaft den Sieg, in dem auch ihren siebten Siebenmeter sicher verwandelte.

„Wir haben uns in der ersten Halbzeit mit der linken Angriffsseite sehr schwer getan, bekamen sie nicht in den Griff. In der zweiten war es auf jeden Fall besser. Wir standen uns teilweise selbst im Weg, die ganzen technischen Fehler haben uns nicht erlaubt, uns von Langen abzusetzen. Und dazu kam noch ein relativ chaotisches Angriffsspiel. Die Mannschaft hat allerdings trotz einiger Schwächephasen nie den Kopf hängen lassen. Und das war am Ende, neben der auch besseren Abwehrarbeit mit nur acht Gegentoren in der zweiten Hälfte der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Feldmann. HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: A. Sauer 4, Kunkel 3, Büyükodabasi 3, C. Sauer, Vogel, L. Mottl, Schmitt 7/7, Lammer, Nikisch, Jöst, Dietrich 4, Kaufmann 1, A. Mottl. th

HSG Langen — HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach 18:22 (10:11)
Autor: Armin Kübelbeck

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Tamara Scheich von der HSG Langen

Einen Handballleckerbissen sahen die Zuschauer bei BOL-Spitzenspiel im Langener Sportzentrum Nord sicher nicht. Zu viele Fehler verzeichneten beide Angriffsreihen oder positiver ausgedrückt, man sah das Spiel zweier Mannschaften mit starker Defensive. In der Tat waren beide Defensivabteilungen nicht zimperlich, bewegten sich aber fast immer im Rahmen des zulässigen. Die Gastgeber erzielten ihre Tore durch konsequentes Tempospiel mit erster und zweiter Welle über die Außen; vor allem Daniela Kaiser und Tamara Scheich. Aus dem verletzungsbedingt gehandicapten Rückraum kamen kaum Impulse. Die sonst so konterstarken Gäste liefen ihren ersten und einzigen Tempogegenstoß gegen Ende der zweiten Halbzeit. Hier kam die Gefahr vor allem aus dem Rückraum über die zweikampfstarken Alina Sauer und Laura Dietrich. Zu oft konnten sie nur auf Kosten eines Siebenmeters am Torwurf gehindert werden. Und die sieben Siebenmeter verwandelte Stefanie Schmitt alle eiskalt. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit kamen die Gäste besser in die zweiten 30 Minuten. Auf 11:15 konnte sich die Mannschaft von Kata Feldmann absetzen, aber Langen kämpfte sich kräftezehrend wieder auf ein Tor heran 16:17. In der Schlussphase schlug die Stunde von Anne Kunkel und Selin Büyükodabasi, denen die ersten 50 Minuten so gut wie nichts im Angriff gelang. Mit je zwei Toren sicherten sie den letztlich verdienten 18:22-Sieg für die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach.

Der erste echte Gradmesser

So gesehen werden sich an diesem Nachmittag zwei Teams auf Augenhöhe begegnen. Für die Mannschaft von Trainerin Kata Feldmann ist dieses Spiel ein erster Gradmesser für die Leistungsstärke in dieser Saison. Langen ist bekannt für seine kompromisslose Abwehrarbeit, aber auch für seinen großen Kampfgeist. Die Mannschaft gibt nie ein Spiel verloren und schafft so oft gerade in der Schlussphase die Wende. Die Überwälderinnen müssen 60 Minuten voll konzentriert bei der Sache sein, will man in Langen punkten. Gerade im Abwehrbereich ist die HSG in dieser Saison deutlich stabiler geworden und will mit dieser neuen Stärke auch in Langen überzeugen. „Wenn wir so kompakt wie zuletzt stehen und dann mit Tempo nach vorne spielen, sehe ich durchaus gute Chancen, dass wir in Langen etwas holen können“, sagte HSG-Frauenwart Christian Binder.

Während die HSG Langen bis zum Rundenende auf Kim Schweinhardt verzichten muss (Kreuzbandriss), können die Gäste aus dem Vollen schöpfen. Voraussichtlich wird auch Johanna Eder am Sonntag mit an Bord sein, sodass Trainerin Feldmann ihre Bestbesetzung aufbieten kann. „Wir freuen uns auf dieses Spiel. Diese Begegnung wird eine echte Herausforderung für unsere Mannschaft. Ich bin gespannt, wie sie diese Aufgabe meistert und ob die Nerven halten“, meinte HSG-Pressewart Siegfried Röth. th

Mit Derbysieg zur Tabellenführung

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. Selten war das Derby in der Frauenhandball-Bezirksoberliga zwischen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach und der HSG Fürth/Krumbach eine derart einseitige Angelegenheit. Mit 31:17 konnten sich die Gastgeberinnen am Ende mehr als deutlich durchsetzen und damit die Tabellenführung übernehmen.

Vor der stattlichen Kulisse von 150 Zuschauern hatte der Gast aus Fürth zwar den besseren Start, doch schon recht bald wurde deutlich, dass die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach an diesem Nachmittag das stärkere Team ist.

Die Mannschaft von Trainer Zahn führte zwar mit 2:0, doch nach dem zwischenzeitlichen 4:4 wurden die Gastgeberinnen immer stärker. Die Abwehr stand wie schon zuletzt sehr sicher und konnte sich so machen Ball erkämpfen. Davon profitierte vor allem Selin Büyükodabasi, die am Anfang noch ein paar Chancen ausließ, dann aber von Fürth/Krumbach nicht zu halten war. Bis zum 11:8 nach knapp 20 Spielminuten war Fürth noch auf Tuchfühlung. Doch dann drehte die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach nochmals richtig auf. Mit einem 7:0-Lauf bis zur Pause erhöhte die Mannschaft von Trainerin Kata Feldmann auf 18:8.

Auch im zweiten Durchgang waren die Gäste nicht in der Lage, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Dazu trug auch die Abschlussschwäche bei, so vergab die HSG insgesamt sechs Siebenmeter, während Steffi Schmidt die Strafwürfe für die Überwälderinnen sicher verwandelte. Die Gastgeberinnen ließen in der zweiten Halbzeit die letzte Konzentration etwas vermissen und vergaben nun auch einige gute Chancen. Trotzdem konnte man die Führung über 26:13 zum 31:17-Endstand weiter ausbauen.

Während die Gastgeberinnen lautstark ihren Derbysieg feierten, verließen die Gäste mit hängenden Köpfen die Halle. Der Schock über die Höhe der Niederlage war der Mannschaft um Trainer Zahn, deutlich anzumerken. Trainerin Kata Feldmann sagte dagegen: „Ich freue mich natürlich sehr über den klaren Sieg. Mit der Leistung vor allem in Durchgang eins bin ich zufrieden“. HSG-Pressewart Siegfried Röth meinte: „Wie schon zuletzt in Gersprenztal stand unsere Abwehr über weite Strecken sehr gut. Wenn wir dann noch Tempo nach vorne aufnehmen können wie in der ersten Halbzeit, kommen wir auch zu leichten Toren. Leider hat die Konzentration in Durchgang zwei etwas nachgelassen, doch auch so konnte das Team überzeugen.“ HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach: Alina Sauer (5), Kunkel (3), Büyükodabasi (9), Carolin Sauer (3), Röth, Schmitt (4/3), Vogel (1), Lammer, Dietrich, Kaufmann (3), Nikisch (3), Lampert, Mottl. HSG Fürth/Krumbach: Weber (4), Niklas (2), Helferich (1), Berg (1), Renner (1), Kilian (7/2). th

Vorschau Derby gegen HSG Fürth / Krumbach

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. In der Frauenhandball-Bezirksoberliga ist für die HSG Siedelsbrunn/ Wald-Michelbach weiterhin „Derbyzeit“ angesagt. Nach dem ersten Heimspiel gegen den SV Erbach erwarten die Überwälderinnen am Sonntag um 17.30 Uhr die HSG Fürth/Krumbach. Mit Katarzyna Feldmann hat bei der neugegründeten HSG aus dem Überwald eine Frau das Zepter übernommen, die jahrlang für den TV Fürth aktiv war. Abteilungsleiterin, Jugendtrainerin, Spielerin und bis heute Schiedsrichterin, all diese Funktionen hat Feldmann bei der HSG Fürth/Krumbach schon inne gehabt. Vor diesem Hintergrund dürfte die jetzige Trainerin der Gastgeberinnen ihren nächsten Gegner wohl sehr gut kennen. Allerdings hat die HSG Fürth / Krumbach in diesem Jahr einen Umbruch erlebt. Einige ältere erfahrene Spielerinnen sind in die zweite Mannschaft gewechselt oder haben die Handballschuhe an den Nagel gehängt. Mit Eva Kilian ist allerdings ein großes Talent in die Reihen der HSG zurückgekommen.

Der Start für die Mannschaft von Trainer Steffen Zahn, der derzeit eine Schulterverletzung auskurieren muss, verlief zweigeteilt. Dem klaren Heimsieg gegen die FSG Gersprenztal folgte eine vor allem in der Höhe überraschende Niederlage in Langen. Für die HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach verlief bislang alles nach Plan. Das Heimspiel gegen Erbach wurde ebenso klar gewonnen wie die Auswärtspartie in Gersprenztal. Trotzdem sieht HSG-Pressewart Siegfried Röth die Gastgeberinnen nicht unbedingt als Favorit. „Unsere Gäste werden kämpferisch alles geben, um uns zu ärgern. Da müssen wir 60 Minuten dagegenhalten, sonst wir es schwierig. Wenn die Mannschaft allerdings so aggressiv in der Abwehr steht wie zuletzt, wird es schwer werden, uns zu überwinden.“ Personell kann Kata Feldmann aus dem vollen schöpfen. Torhüterin Anne Mottl ist wieder mit an Bord und bei den Feldspielerinnen hat die Trainerin eher die Qual der Wahl. „Wir hoffen aus eine ähnlich gute Kulisse wie im vergangenen Jahr als fast 150 Zuschauer sich diese Derby nicht entgehen lassen wollten und dass dieses Spiel eine Werbung für den Frauenhandball wird“, meinte Röth.

Mannschaft steckt sich selbst das Ziel

Siedelsbrunn/Wald-Michelbach. „Wir wollen um den Aufstieg mitspielen“ – mit diesem hochgesteckten Ziel gehen die Handballerinnen der HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach in die Hallenrunde der Bezirksoberliga. Umsetzen soll dieses Ziel die neue Trainerin Katarzyna Feldmann. Seit 1. Juli ist die ehemalige Spielerin der HSG Fürth /Krumbach bei den Überwälderinnen als Trainerin im Amt.

 

„Wir haben weder der Trainerin noch der Mannschaft irgendwelche Saisonziele aufs Auge gedrückt. Die Mannschaft hat sich diese Zielsetzung selbst gegeben und Kata hat das Training dementsprechend aufgebaut“, sagte HSG-Pressewart Siegfried Röth. Vieles im Training und die Spielidee von Feldmann unterscheiden sich grundsätzlich von der Arbeit ihrer Vorgänger. „Kata legt sehr viel Wert auf die handballerische Ausbildung der Mädchen. Für viele unserer Spielerinnen ist dies Neuland. Gerade für unser jungen Leute kommt diese Umstellung gerade zur rechten Zeit“, meinte Frauenabteilungsleiter Christian Binder.

 

Nach einer ersten Trainingsphase im Juli hatte die Mannschaft zuletzt nochmals zwei Wochen frei, um Kräfte für die seit dem 8. August begonnene heiße Phase der Vorbereitung zu sammeln. Mindestens dreimal pro Woche bittet Feldmann ihre Mannschaft zum Training. Dazu kommen noch Trainingsspiele gegen größtenteils höherklassige Gegner. Den Höhepunkt der Vorbereitung bildet ein dreitägiges Trainingslager in Großbottwar. Nach dieser intensiven Vorbereitung beginnt am 18. September um 17.30 Uhr die Runde. Gleich im ersten Spiel kommt es zu einer äußerst interessanten Begegnung. Hier empfängt die HSG den Aufsteiger SV Erbach, der vom langjährigen Siedelsbrunner Coach Jozef Skandik trainiert wird. Richtig hart wird der Oktober, wenn die HSG nacheinander gegen die Mitfavoriten Fürth/ Krumbach (H), Langen (A) und Dornheim (A) antreten muss. Den letztjährigen Tabellenzweiten TG Darmstadt empfängt die HSG dann im letzten Vorrundenspiel am 11. Dezember.

 

Die personellen Veränderungen bei der HSG sind von Licht und Schatten geprägt. Schwer wiegt sicherlich der Abgang von Nancy Schwöbel im Tor, da mit Anne Mottl derzeit nur noch eine etatmäßige Torhüterin zur Verfügung steht. Erfreulich hingegen ist, dass Johanna Eder mit einem Zweifachspielrecht ausgestattet werden konnte und mit ihrer Oberligaerfahrung die Mannschaft verstärken wird. Das Eigengewächs spielte zuletzt aus beruflichen Gründen in Bayern. Insgesamt verfügt die HSG über einen sehr großen Kader.

 

„Wir haben lange überlegt, ob wir eine zweite Mannschaft melden können, am Ende fehlten uns aber eine zweite Torhüterin sowie die eine oder andere Stammspielerin für eine komplette Runde. Ich gehe aber davon aus, dass es in der nächsten Saison klappt“ sagte Christian Binder. In Bezug auf den Heimspieltag hat die HSG das Experiment Samstag beendet und wird ihre Gegner wieder sonntags um 17.30 Uhr in der Sporthalle in Wald-Michelbach empfangen. th